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Als ich noch klein war, habe ich bei meiner Tante Susanne in Brest ein „Kig Ha Farz“ gegessen. Am Anfang war ich sehr perplex, als ich eine riesige Schüssel voll von Fleisch, Würsten und Gemüse sah. Und auf zwei anderen Tellern stand eine Art Teig, die komisch aussah. Ich fand es nicht sehr typisch bretonisch!

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Von diesen 2 Teige war einer süß, der „Far Gwenn“ und einer salzig mit Buchweizenmehl, der „ Far Du„. Das Besondere an diesem Teig ist, dass er mit, in der Brühe gekocht wird.

Wir haben uns  zusammen an dem Tisch gesetzt und jeder hat ein bisschen von allem genommen. Als die Teller voll waren haben wir es noch mit einer Butter-Sauce verfeinert.

Und dann die Offenbarung:  die Geschmäcker von Fleisch, Gemüse und den Teige war himmlisch. Die Sauce auf den verschiedenen Teige gegossen hat diese Speise noch mehr gerundet.

Es hat sich wirklich gelohnt jetzt im Winter, diese bretonische Spezialität mit Freunden nach zu kochen. Besonders die Männer waren zufrieden, wegen dem Fleisch und der üppigen Sauce. Dazu passte natürlich ein trockener Weißwein.

P.S. Die Fotos am Anfang sind meine interpretierte Version für das Kochbuch. Normalerweise sieht der Kig Ha Farz so aus. Aber geschmacklich gibt es zwischen beiden Versionen keinen Unterschied!

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Zutaten für 4 Personen:

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500 gr geräucherte Schulter vom Schwein, 6 Kochwürste, 1 Zwiebel, 300 gr Möhren, 1 Poree, 1/2  Wirsing, 3 Lorbeerblätter, 5-6 Nelken.

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Far Du: 250 gr Buchweizenmehl, 1 Priese Salz, 2 Eier, 300 ml Milch(oder ein klein bisschen mehr, es kommt auf die Größe der Eier) , 2 EL Joghurt, 60 gr Butter.

Far Gwenn: 125 gr Mehl, 2 EL Zucker, 1 Priese Salz, 1 Ei, 180 ml Milch ( oder ein bisschen mehr…)

2 „dünne“ Tücher und einen Faden um die Fars zu kochen.

1- Am Abend davor habe ich schon die Möhren geschält und grob geschnitten.
Zusammen mit 3 Liter Wasser, die Zwiebel, das Fleisch und die Kochwürste 1,5 Stunde gekocht.

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2- Am Tag danach, ungefähr 1 Stunde vor dem Mittagessen, habe ich angefangen mit dem „Far“.

Vorher kurz die Poree und den Wirsing grob schneiden und in der Casserole kochen.

Le Far „gwenn“:  Das Mehl, die Priese Salz und den Zucker mit ein bisschen Milch rühren und dann den Ei dazu geben….

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… danach die Milch peu à peu hinein geben bis der Teig dickflüssig wird.
Achtung: der Teig soll nicht zu flüssig sein. In diesem Fall , einfach mehr Mehl hinein rühren.

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Le „Far Du“: Das Buchweizenmehl  mit ein bisschen Milch rühren, und die Eier, einer nach dem anderen einrühren. Die geschmolzen Butter und die Milch hinein geben…..

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….. dann die 2 EL Joghurt und die Priese Salz unterrühren …..

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… bis der Teig dickflüssig wird.

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3- Jetzt die sauberen Tücher  in einer leeren Schüssel platzieren und den Teig hinein giessen wie auf dem Fotos.

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Dann zu binden und ….

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…..in den Kochtopf  tauchen. Der Teig kocht in der Brühe und nimmt an Geschmack.
Das Ganze 3/4 Stunde kochen lassen.

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Nach der Kochzeit, die kleinen Päckchen heraus angeln und es soll so aussehen. Der Teig ist feucht aber fest. ( fast wie Gnocchi)

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Sie brauchen jetzt  noch alles raus nehmen. Man isst die Brühe als Suppe am Abend danach.

Für das Mittagessen richten wir einfach die Gemüse mit dem Fleisch und Würsten neben den 2 Teig Sorten.

Dazu habe ich noch schnell eine Sauce mit  1 Zwiebel, die ich klein geschnitten habe , und  in 100 gr Butter und etwas Brühe (3 EL) karamelisiert habe. 

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Es war sehr sättigend wobei sehr fein in Geschmack.

Es gab keine Reste aber wir haben alle einen Mittagsschlaf gebraucht.

Bei diesem kalten Wetter, hat uns der „Kif Ha Farz“ gut erwärmt. Oder war es auch der Wein?

Na ja, es hat für gute Stimmung gesorgt.

Ich hoffe ihr werdet auch dieses Rezept mit Freunden oder Familie genießen.

 

Bonne semaine et à bientôt