Diese Woche habe ich mir gesagt: „Jetzt wird wieder gekocht und gebacken!“ …aber dann kam wie immer etwas dazwischen! Und es wurde wieder „nur“ ein leckeres Brot gebacken und dazu einen Salat, einen richtig „französischen Käse“ (da bleibe ich immer meinem Lieblings-Camembert treu!) und noch ein bisschen grieschischer Joghurt (irgendwann lasse ich mich davon sponsoren!) 😉

Ich habe mich ein bisschen mehr mit dem Thema Brot beschäftigt (da ich zum Kochen nicht so viel Lust hatte!). Ich backe immer mein ganz normales Weizenbrot ( mit nur 1/2 Würfel Hefe und 1,5 Stunde Gehezeit … ungefähr). Brot backen gehört bei uns zu unserem Alltag. Es soll auch ein bisschen geduldig mit uns sein. Das heißt, auch wenn es soweit ist (zum Backen) darf es auch mal warten, bis wir für Ihm Zeit haben. Meine Erfahrung ist bis jetzt, dass mein Brot auch warten kann und, dass es uberhaupt nicht nachträglich ist. Im Gegenteil, je länger es ruht , desto schöner es wird! (ein bisschen wie meine Macarons …aber das ist eine andere Geschichte!).

Also dieses Mal wollte ich mit Hafer herumspielen. Ich esse Hafer sehr sehr gern mit Honigzum Frühstück. Und ich hatte es schon in meinem Brot Rezept verwendet… HIER. Aber dieses Mal habe ich ihn nicht nur „trocken“ als Mehl eingesetzt. Ich habe ein Teil ja gemixt, aber das andere Teil habe ich, wie für meinen Frühstück „quellen“ lassen. Zwar nicht in Milch, sondern im Wasser.

Das Brot ist wegen der cremigen Haferflocken sehr gut aufgegangen, und ist total weich in der Mitte geworden. Er hat sich sogar 2 Tage frisch gehaltet.

Ich fand den Versuch gelungen und wollte ihn einfach mit euch teilen. Ich habe es noch ein anderes Mal gebacken, aber die zarten Haferflocken in Milch angeschwollen und es hat auch super funktionniert.

 

Zutaten für 1 Haferbrot:

500 g Mehl T65, 10 g Salz , 1/2 Hefewürfel, 320 ml Wasser, 100 g fein gemixte zarte Haferflocken, 70 g Haferflocken ganz + mit Wasser ( 4-5 EL ) anschwellen.

2 EL Hafer und ein bisschen Mehl für die Deko.

 

1- Der Hafer in etwas Wasser anschwellen lassen…. (ich habe ihn einfach in der Mikrowelle für 30 Sekunden bei 800 Watt gegeben.)

 

 

2- In einer Schüssel (Ja, ich arbeite den Teig nicht mehr selber mit den Händen, sondern überlasse es meiner Küchenmaschine….die kann das PRIIIIIIIIIIMA !!!!!), das Mehl, das Hafermehl, den Salz geben und kurz umrühren….

 

 

So sieht der Hafer aus nach der Mikrowellensauna!

 

Die Hefe in dem Wasser lösen und in die Schüssel geben. 3-4 Minuten kneten lassen.

 

 

.. dann den kurz abgekühlten Haferbrei eingeben …  (es sollte bitte NICHT warm oder heiß eingegeben werden, sonst wird die Hefe sterben)

 

 

und gute 5 Minuten kneten lassen. Die Seiten dann abkrazten und den Teig 45 Minuten bis 1 Stunde gehen lassen.

 

 

… der Teig sollte doppelt so groß werden…

 

 

3- Falten: Den Teig vorsichtig auf die Arbeitsplatte legen (also bitte den Teig runter schieben und nicht die Schüssel einfach schütteln, bis der Teig runterfällt! Wie ich es in meinem Backkurs gesehen habe!!! NEIN NEIN!!!!! )

 

 

Den Teig in 4 Falten und dann als eine Kugel bearbeiten (schieben).

 

 

Den Teig auf ein bemehltes Brett legen und wieder 20 Minuten gehen lassen. Dann das Brot mit ein bisschen Mehl und Hafer bestreuen. Den Backofen auf 235-240 °C Umluft (mit einem Blech mit 500ml Wasser auf der unteren Schiene) vorheitzen.

 

Und kurz von den Backen das Brot nach Lust und Laune anschneiden.

 

 

Das Brot 30-35 Minuten Backen.

 

 

Et voilà ! Das war wieder mal „trop bon “ (zu gut), und wir sind echt süchtig von dem Geruch von frischem Brot… manchmal muss ich es drum herum schneiden, so dass es nicht nur 4 Kanten hat sondern 6 oder 8 …! Ich hatte schon mal sogar 9 geschaftt! Kennt ihr das auch ? 🙂

Gros bisous und lasst euch schmecken !