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Für den 3. Advent habe ich heute eine Wildrezept zubereitet. Ich habe mich für euch wirklich geopfert, weil wie schon in anderen Posts geschrieben wurde, ich die Bearbeitung von rohem Fleisch nicht ertrage. Es hieß für mich heute wieder, dass ich 3 Stunden in der Küche stand, um dieses Rezept zu machen und zu fotografieren. Und ich habe NICHTS essen können. Jetzt werde ich am Abend vielleicht eine kleine Gemüsebrühe trinken aber es wird schon alles sein.

Aber eigentlich bin ich froh und stolz auf mich, dass ich es gemacht habe. Es ist mir super gelungen und meine beiden Männer haben es Mittags genossen.

Jetzt zum Rezept! Wildfleisch (außer Enten) ist nicht sooo meine. Ich wollte es nicht mit irgendwelcher Marmelade zubereiten, oder wie immer mit Pfifferlingen oder nur Steinpilzen. Für diesen Weihnachten sollte es doch festlich kräftig süß sein. Getrockenete Früchte waren die beste Variante für mich, da sie sich perfekt mit Steinpilzen harmonieren.

Für die Zubereitung habe ich mich für den “Rôti” entschieden, um eine schöne Kruste für den Braten zu bekommen. Das Fleisch habe ich tiefgekühlt gekauft, und fand es aber schade, dass es keine kleine Stücke gab. Ich wollte kein Gulaschfleisch und keinen Steak sondern einen kleinen Braten. Somit war das Stück Fleisch riesig und nicht so zart, wie es hätte sein können (trotz Marinade). Also bitte nicht an der Qualität des Fleischs sparen! Die Reste werden als “Hachis parmentier” mit Kartoffeln zubereitet. ( Einfach das ganze Fleisch durch den Fleischwolf geben und weiter verwenden) . Rezeptidee hier.

 

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Zutaten:

 

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1, 7 Kg “Venaison” für uns  (Wildfleisch wie Hirsch oder Reh) , 50 g Butter zum Braten, 1 bis 2 EL Honig

Für die Marinade : 1 FLasche Rotwein, 200 g Möhren , 150 ml Portwein, 1 große Zweibel, 1 Knoblauchkopf, 1/2 Apfel, 1 Celeristange, 1 Lorbeerblat, 4 Nelken, 5 Wacholderbeeren, 20 g getrockenete Steinpilze, Rosmarin,  Thymian, Salz und Pfeffer.

Das Fleisch muß 24 Stunden vorher in einer Marinade ruhen. Ganz einfach alles schälen und klein schneiden. (den Knoblauchkopf habe ich nur halbiert!) Alles Zusammen in eine große Schüssel geben mit dem Fleisch und einer ganzen Flasche Rotwein. Mit Frischhaltefolie bedecken und 24 Stunden ruhen lassen.

 

Sauce : die Reste von der Marinade, 150 ml Portwein, 1 Zwiebel, 1 Möhre, Lorbeerblatt, 1 Knoblauchzehe, 2 Nelken, Rosmarin, 2 Wacholderbeeren, 5 getrockenete Aprikosen , 5 Datteln.

 

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Für die Füllung : 100 g Kastanien, 8 getrockenete Aprikosen, 6 Datteln, 10 g Pistazien, 20 g Walnüsse, 1/2 Apfel, 10 g getrockenete Steinpilze, 1/2 Zwiebel, 1 Möhre, 1 Celeristange, Salz und Pfeffer

 

1- Ein Tag danach kann es losgehen.

Die getrockeneten Pilze in etwas heißem Wasser ziehen lassen. Eine Möhren schälen und mit getrockeneten Aprikosen, Apfel, Zwiebel, Datteln und einer Celeristange  schneiden.

 

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Alle Zutaten für die Füllung mischen und fein pürieren.

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2- Basteln :

Das Fleisch aus der Marinade rausfischen.

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Ich wollte das Fleisch füllen, und da nicht genug Platz dafür gab , müsste ich es ein bisschen anschneiden, um einen kleinen Raum zu schaffen.

 

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In diesem Platz habe ich die Füllung reingestopft,

 

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und dann beide Seiten wieder zusammen geklappt .

 

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Und weil es nicht von allein hält, musste ich alles zusammen binden. Ich habe es “fast” ohne Knoten geschaft ! 🙂

 

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Wenn zu viel Füllung rauskommt, einfach weg nehmen. Es wird sonst in der Pfanne zerlaufen.

 

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3- Braten : 

50 g Butter in einer Pfanne karamelisieren lassen (also nicht schwarz sondern gold Braun !)

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Das Fleisch von jeder Seiten 2 Minuten scharf anbraten.

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Jetzt das Fleisch in eine Auflaufform platzieren und mit 1 EL Honig beschmiren. 🙂

 

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Den Rôti in den vorgeheitzenen Backofen für 1 Stunde bis 1h20 bei 190-200 °C Umluft plazieren.

 

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 4- Die Sauce  :

Die Marinade durch ein Sieb passieren, um den Saft zu behalten.

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Diesen Saft in der Bratpfanne dazu geben …

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… mit 1 klein geschnittene Möhren , Zwiebel, Aprikosen, Datteln. Dazu noch Kräuter und Gewürze.

Die Sauce muss jetzt reduzieren bis sie dicker wird. (ungefähr 15 bis 20  Minuten)

 

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Danach kommt noch den Portwein dazu, und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Und so sieht der Braten dann aus :

Ich habe die letzten 20 Minuten Backzeit gekochte Kastanien, Apfelstückchen, getrockenete Aprikosen und Datteln zu dem Braten gegeben.

 

 

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Ihr habt also eine neue Hauptspeisen-Idee für die Feiertage! Ich freue mich auf Eure Fotos! und wünsche euch noch einen schönen 3. Advent!

 

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 Bisous