Meine Eltern waren wieder mal da und meine Maman hat mir “Orge perlé” mitgebracht. Naja, was ist das denn???? Es sieht aus wie halbe “Ebly”(also Weizenkörner) … Auf der Verpackung steht, dass man es wie Reis kochen sollte. Ich hatte aber in Erinnerung irgendwelche Suppe damit gegessen zu haben…. Bon ich habe wieder mal überlegt, was ich damit zaubern könnte und ich habe mich doch für eine Suppe entschieden.

So ganz wie eine Suppe nicht, weil ich als Basis Zwiebeln und Speck gebraten habe. Das sollte meine Basisaromen werden. Dann mit eine bisschen Weißwein ablöschen… (Ja, ich weiß, irgendwann lasse ich mich von einem “Weißwein” Produzenten sponsoren.. wobei ich nicht sicher bin, ob eine Weinmarke sich freuen würde, wenn ich mit ihrem schönen Wein nur kochen würde… HIHIHIHI!! 😉 )

Naja, es schmeckt auf jedem Fall immer besser, wenn es mit etwas Weißwein abgelöscht wird. Wer es nicht so mag, kann einfach mit Gemüsefond oder Hühnerbrühe ablöschen.
Dann war wieder die schwere Entscheidung: Welche „Wurscht“ sollte in meine Suppe kommen??? Also über das Thema bin ich wie schon vor 8 Jahren nicht so weit gekommen. Ich mag sie immer noch nicht und außer die genialen “Saucisses à choux” aus der Schweiz ( PS: Liebe Grüße an alle Schweizer-in, die wissen was ich damit meine 🙂 ). Wie ein Neuling in der Küche bin ich einfach einkaufen gegangen und eine vergleichbar aussehende “Wurscht” genommen. Es wurde eine “Knack Wurscht” (enfin, je crois que ca s’apelle comme ca!) . Ich weiiiiiiiisssss, mittlerweile habe ich empört gelernt, dass man sie nicht schneiden und auch nicht in der Suppe offen kocht. Ehrlich? Aber es schmeckt doch so viel besser… und es gibt dann der Suppe den geräucherten Geschmack ab.

Bon, falls ihr bereit seid, eure Knackis zu opfern, könnt Ihr es gern so machen. Es hat fantastisch geschmeckt und meine Männer haben jeder 2 riiiiiesen Teller davon gegessen.

Zurück zum Orge Perlé (also Graupen auf Deutsch), ich habe es einfach als letzte in die Suppe gegeben, und nur 4 Minuten mitgekocht (weil es so auf der Verpackung stand). Ich denke es könnte manchen Suppen ein 2. Leben geben. Wisst Ihr? Die Suppe, die man noch einmal aufkocht einen Tag später, aber, wovon nicht genug für 3 gibt? Einfach mehr Wasser, etwas Graupen (und auch vielleicht noch eine geschnittene Knacki) und hopp, das Abendessen ist gerettet 🙂

Und ja, meine Männer haben noch etwas Croûtons und Crème fraîche dazu genossen….

 

Zutaten für eine Bauernsuppe für 4 Personen:

 

1 dicke Knackwurs(ch)t, 1 Porree, 3-4 Möhren, 4 EL Brokkoli (meiner war Tiefgefroren), 2 Schalotten, 120 g Schinkenspeck, 100 ml Weißwein, 100 g Orge Perlé (Graupen), 2 Nelken, 1 Lorbeerblatt, etwas Rosmarin, 10 g Butter, Salz (ein bisschen) und Pfeffer.

 

1- Die Schalotten schälen und klein schneiden …

 

2- … die Möhren auch …. ( in kleinen Stückchen, weil sie so schneller gar werden) …

 

 

3- Die Schalotten und den Speck mit etwas Butter anbraten bis es gläsrig wird und dann mit dem Weißwein ablöschen…

 

 

… den Porree putzen, waschen und klein schneiden…. Dann den Brokkoli grob schneiden wie die Knackwurst … und alles in die Suppe geben mit den Nelken, Lorbeer, Rosmarin und ein bisschen Pfeffer. Das Ganze mit Wasser abdecken und 10 minuten kochen.

 

 

Kurz vor dem Servieren, den “Orge Perlé” ( Graupen) mit in die Suppe geben und 4 Minuten (für mich, laut Verpackung) köcheln lassen.

 

 

Mir hat die Suppe so sehr gut geschmeckt, meine Männer haben aber die Gewohnheit etwas Creme fraiche und Croûtons dazu zu geben.

Und was packt Ihr in eurer Suppe rein, außer Croûtons?

Bon Appétit und bis bald