In der Bretagne wird nicht nur Fisch gegessen, sondern auch viel Schwein! Es ist euch vielleicht nicht bewusst, aber die Bretonen aßen damals eher wenig Fisch, weil dieser lieber verkauft wurde. Dafür hat die Bretagne eine kulinarische „Bauernhof Tradition“ mit vielen Eintöpfe, Pasteten und Terrinen aus Schweinefleisch und selbstverständlich Gemüse (z.B. Artischocken).
Heute möchte ich eine kleine Bretonische Pastete mit euch teilen. Der bretonische Teil besteht ausschließlich aus Schweinefleisch und Roscoff-Zwiebeln. Ich habe einen Apfel dazu verwendet für die leichte süße Note. Noch ein Schuss Cidre (kann ja nicht schaden), da ich immer meine Terrine mit Alkohol zubereite.

Es wird oft gefragt, ob man die Leber aus den verschiedenen Terrinen-Rezepten herausnehmen kann. Also ja, ich verstehe die Frage schon gut, da ich Leber „gar nicht“ mag. Aaaaber, in einer Terrine schmeckt man sie kaum heraus, aber ihre Rolle ist sehr wichtig: sie bindet alle Zutaten zusammen.
Also falls Ihr unbedingt „KEINE“ Leber möchtet, einfach mehr Speck (nur das Fett bitte) und pro 100 g Leber 1 EI (Größe M) geben. So wird die Bindung auch funktionieren. Achtung: das Ergebnis wird aber nicht dasselbe sein.
Noch ein paar sehr wichtige Punkte:
- Die besten Terrinen werden mit einem Fleischwolf zubereitet. Ich habe auch einen zu Hause, aber wollte dieses Mal habe ich ein Beispiel „ohne Maschine“ zeigen wollen.
- Gemüse oder Obst vorher anbraten. Warum? So, dass alle Zutaten dieselbe Konsistenz haben und sich besser vermischen und dann backen.
- Wenn die Terrine fertig gebacken ist, bitte komplett abkühlen lassen. So wird das Fett von der Terrine wieder fest werden und wird das Ganze zusammen halten. Man kann aber die Terrine auch warm genießen, sie wird dann aber etwas bröselig sein, da das Fett noch flüssig ist.
- Wenn man nicht so viel Fett in der Terrine möchte, kann man 1 Ei (M) eingeben.
- Nicht zu viel Salz! In dem Speck ist bereits so viel Salz drin, dass man aufpassen sollte, wie viel Salz man in die Terrine gibt. Ich habe für dieses Rezept gar kein Salz in die Fleischmasse gegeben.

Zutaten für eine Bretonische Terrine mit 60 cl

Für ein 600 ml Terrineform: 180- 200 g Schweinefleisch gehackt, 120 g Geflügel Leber (Ihr könnt aber auch Schweineleber nehmen), 150 g Speck (Bacon), ungefähr 10 dünne Scheiben Speck, 1 Zwiebeln, 1 Apfel, 1 Lorbeerblatt, 20 ml Cidre doux, 1 EL Persillade Mischung (oder 3 EL gehackte Petersilie mit 1 Knoblauchzehe), Pfeffer, Butter zum Braten. (Optional: 1 Ei , wenn man mehr „Halt“ für seine Terrine mag).
Für ein 1 L Terrineform: 300 g Schweinefleisch gehackt, 250 g Leber, 180 g Speck, ungefähr 15 dünne Scheiben Speck, 2 Zwiebeln, 1 Apfel, 1 Lorbeerblatt, 50 ml Cidre, 3 EL Persillade Mischung (oder 3 EL gehackte Petersilie mit 1 Knoblauchzehe), Pfeffer, Butter zum Braten.
Hinweis: ich habe dieses Rezept mit einem alte Terrine Form mit 1L Inhalt (Wie auf dem Fotos). Die Menge habe ich für ein kleine Pastete 60 cl angepasst. ….. und jetzt auch für 1 L , da es viel Anfrage angekommen sind.
Falls Ihr kein passende Formen haben, empfehle ich euch einfach das Rezept in ein hohe Auflaufform zu machen, oder in kleine Weck Gläser!
Meine Empfehlungen für dieses Rezept.
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1- In einer Pfanne 10 g Butter schmelzen und darin die klein geschnittene Zwiebeln anbraten, mit Cidre ablöschen. Die gebratenen Zwiebeln dann auf die Seite legen. In derselben Pfanne, den klein geschnittenen Apfel mit den Rest Butter anbraten und mit Cidre ablöschen.

Die Leber mit dem klein geschnittenen Speck pürieren. In einer Schüssel das Fleisch, die Zwiebeln und den Apfel mischen. 1 EL Persillade und 1TL gemahlenen schwarzen Pfeffer geben und rühren.

2- Eine Terrine Form mit Speckscheiben bedecken. 1 TL Persillade am Boden bestreuen.

Die Fleischmasse in die Mitte geben, 1 TL Persillade oben bestreuen.

3- Die Speckscheiben zusammen falten, das Lorbeerblatt auf der Terrine legen und ein letztes Mal mit schwarzem Pfeffer bestreuen.

Backen: 10 Minuten bei 210 °C und 1 Stunde bei 180°C Umluft.
Und wie auf dem Foto: ich habe es nicht abgedeckt, da den Apfel und Zwiebeln Wasser abgeben und diese muss abdämpfen. Wenn man den Deckel lässt, ist viel zu viel Flüssigkeit im Terrineform.
Achtung!!! Vor dem Verzehr vollständig abkühlen lassen, da das Fett sonst noch flüssig ist und die Terrine nicht fest wird.

Mit kleinen in Essig eingelegten Zwiebeln und Cornichons genießen!

Et voilà! Die Terrine kann 3 bis 4 Tagen im Voraus zubereitet werden (im Kühlschrank lagern). Und ja! Man kann sie super einfrieren.
Ich wünsche euch Bon appétit ! Bisous
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vor 3 Monaten

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RU Ruth
vor 5 Monaten
« Zurück 1 2Die Terrine Bretonne hat sehr gut geklappt und sie schmeckt wunderbar. Da es keine Leber gab, habe ich eine Mallorquinsche Blutwurst einfach gekauft und durch den Fleischwolf gedreht als Ersatz. Beim Probieren des Fleisches immer dran denken, dass die Speckscheiben recht salzig sind und man nicht zu viel Salz verwendet. Ich habe dann das flüssige Fett bevor es erkaltet weg geschüttet, dann wird die Terrine nicht zu fett lastig.
Das wird sicherlich nun ein Produkt, dass ich öfter machen werde.
Danke
Bonjour!
Das macht mich wirklich happy, schön, dass es so gut geklappt hat! danke sehr für das leckere Foto!
Und ehrlich gesagt finde ich deine Idee mit der Blutwurst genial. Sie hat durch das Blut eine ähnlich bindende Funktion wie die Leber, also war das eine ganz clevere Entscheidung. Das wäre mir selbst gar nicht als Ersatz eingefallen. Ich lerne auch gerne von euch!
Dein Hinweis zum Salz ist übrigens goldrichtig und steht auch im Rezept aber so ein Reminder schadet nie, gerade weil der Speck wirklich sehr salzig sein kann.
Das mit dem Fett abgießen ist ein schöner Trick. Man kann das flüssige Fett aber auch auffangen und zum Beispiel zum Anbraten verwenden falls du Lust hast, es mal so zu probieren.
Freut mich, dass die Terrine jetzt ein fester Teil deines Repertoires wird. Bon appétit!
Ich habe die Terrine schon mehrereMale gemacht
serviere als Kleine Vorspeise auf Feldsalat mit einer
süsslichen Vainigrette.
Meine Gäste sind immer begeistert.
Vielen Dank für die netten Rezepte
L G aus Hamburg
G .Schmidt
Danke danke!!
Degener Mad,
super Rezept als Grundlage für alle, die fern der Bretagne kulinarisch darben.
Benutze es als Grundlage inzwischen so einmal pro Monat, um unser Faible Breizh zu stillen.
Inzwischen variieren ich die Zutaten, mal Wein statt Cidre., Leber je nachdem welche mir zur Verfügung steht. Den Speck füge ich in Würfeln hinzu und gerne auch noch einige kleineWürfel Fleisch. Die Terrine ist dann rustikaler und erinnert an die à l’anciènne bei unserem Landmetzger im Finistère. Gerade habe ich eine in den Ofen geschoben. Darin sind Stücke vom Hähnchenbrustfilet und die Ummantelung ist Schwarzwälderschinken.
Vielleicht noch ein Tipp für andere Leser. Viele meiner Terrine Formen in unterschiedlichster Form und Größe stammen aus der Bretagne. An den Bedienthelfen der Läden, Ob Intermarché, Leclerc oder sonstige stehen sie vielfach oben auf der Ausgabe und werden für meist 5 € angeboten
Bonsoir Aurelie, merci beaucoup für deine tollen Rezepte. Im letzten Jahr hab ich schon eine Terrine von dir für unser Familientreffen gemacht, die sehr lecker war und gut angekommen ist. Dieses Jahr hatte ich mich für die Terrine Bretonne entschieden, da ich dafür (zum Glück) keinen Fleischwolf brauchte. Sie schmeckt sehr lecker und durch das kalte Wetter hält sie sogar auf dem Balkon bis heute…..wobei Silvester wird sie sicher nicht erleben 🙂
Ich wünsche dir und deiner Familie einen wunderschönen Silvesterabend und einen guten und sicheren Start ins neue Jahr. Auf dass wir weiter viele tolle französische Rezepte von dir kennenlernen dürfen.