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Haferbrot (Pain à l’avoine)

Aurélie Bastian · Über mich 21. Juni 2018




 

Diese Woche habe ich mir gesagt: „Jetzt wird wieder gekocht und gebacken!“ …aber dann kam wie immer etwas dazwischen! Und es wurde wieder „nur“ ein leckeres Brot gebacken und dazu einen Salat, einen richtig „französischen Käse“ (da bleibe ich immer meinem Lieblings-Camembert treu!) und noch ein bisschen griechischer Joghurt (irgendwann lasse ich mich davon Sponsoren!) 😉

Ich habe mich ein bisschen mehr mit dem Thema Brot beschäftigt (da ich zum Kochen nicht so viel Lust hatte!). Ich backe immer mein ganz normales Weizenbrot (mit nur 1/2 Würfel Hefe und 1,5 Stunde Gehezeit … ungefähr). Brot backen gehört bei uns zu unserem Alltag. Es soll auch ein bisschen geduldig mit uns sein. Das heißt, auch wenn es so weit ist (zum Backen) darf es auch mal warten, bis wir für Ihm Zeit haben. Meine Erfahrung ist bis jetzt, dass mein Brot auch warten kann und, dass es überhaupt nicht nachträglich ist. Im Gegenteil, je länger es ruht , desto schöner es wird! (ein bisschen wie meine Macarons …aber das ist eine andere Geschichte!).

Also dieses Mal wollte ich mit Hafer herumspielen. Ich esse Hafer sehr sehr gern mit Honig zum Frühstück. Und ich hatte es schon in meinem Brot Rezept verwendet… HIER. Aber dieses Mal habe ich ihn nicht nur „trocken“ als Mehl eingesetzt. Ich habe ein Teil ja gemixt, aber das andere Teil habe ich, wie für mein Frühstück „quellen“ lassen. Zwar nicht in Milch, sondern im Wasser.

Lust auf mehr? Hier findest du einige meiner liebsten Küchenhelfer und Zutaten, die gut zu Rezepten dieser Art passen. Mehr Ideen gibt’s in den Rubriken , oder . Viel Spaß beim Stöbern!

Zurück zum Rezept...

Das Brot ist wegen der cremigen Haferflocken sehr gut aufgegangen, und ist total weich in der Mitte geworden. Er hat sich sogar 2 Tage frisch gehalten.

Ich fand den Versuch gelungen und wollte ihn einfach mit euch teilen. Ich habe es noch ein anderes Mal gebacken, aber die zarten Haferflocken in Milch angeschwollen und es hat auch super funktioniert.

Tipps für perfektes Haferbrot:

Warum ist mein Brot zu klebrig?

Weil der Haferbrei noch zu viel Wasser enthält. Es kann helfen, den Haferbrei länger zu kochen, damit das Wasser verdampft.

Damit der Teig nicht zu klebrig wird, kann man aus den 70 g Hafer einen richtigen Haferbrei kochen. Dann muss man aber die Wassermenge vom Brotrezept abziehen. Ich würde empfehlen, den Brotteig mit 270 g Wasser zu kneten. Das Kneten wird nicht ganz klappen, weil das Wasser fehlt, aber dann gebt einfach euren Hafer Brei dazu. Die Feuchtigkeit wird sich dann verteilen und den Teig homogen werden.

Ihr könnt euren Haferbrei mit Wasser oder Milch zubereiten.

 

Haferbrot (Pain à l'avoine) DSC_2057

Zutaten für 1 Haferbrot:

500 g Mehl T65, 10 g Salz , 1/2 Hefe würfel, 320 ml Wasser, 100 g fein gemixte zarte Haferflocken, 70 g Haferflocken ganz + mit 40g warmes Wasser anschwellen, 2 EL Hafer, ein bisschen Mehl für die Deko.

Utensilien: Halbrund Schaber, Haube, Teigwanne, Bäckermesser

1- Der Hafer in etwas Wasser anschwellen lassen…. (ich habe ihn einfach in der Mikrowelle für 30 Sekunden bei 800 Watt gegeben.) Das Wasser muss quasi verdampfen sein.

 

Haferbrot (Pain à l'avoine) DSC_2011

 

2- In einer Schüssel (Ja, ich arbeite den Teig nicht mehr selber mit den Händen, sondern überlasse es meiner Küchenmaschine…. die kann das PRIIIIIIIIIIMA !!!!!), das Mehl, das Hafermehl, den Salz geben und kurz umrühren….

 

Haferbrot (Pain à l'avoine) DSC_2012

 

So sieht der Hafer aus nach der Mikrowellensauna! Er sollte etwas fest sein, nicht zu flüssig sonst klebt eure Brotteig zu sehr.

Haferbrot (Pain à l'avoine) DSC_2013

 

Die Hefe in dem Wasser lösen und in die Schüssel geben. 3-4 Minuten kneten lassen.

 

Haferbrot (Pain à l'avoine) DSC_2015

 

.. dann den kurz abgekühlten Haferbrei eingeben …  (es sollte bitte NICHT warm oder heiß eingegeben werden, sonst wird die Hefe sterben)

 

Haferbrot (Pain à l'avoine) DSC_2016

 

und gute 5 Minuten kneten lassen. Die Seiten dann abkrazten und den Teig 45 Minuten bis 1 Stunde gehen lassen.

 

Haferbrot (Pain à l'avoine) DSC_2019

 

… der Teig sollte doppelt so groß werden…

Haferbrot (Pain à l'avoine) DSC_2020

 

 

3- Falten: Den Teig vorsichtig auf die Arbeitsplatte legen (also bitte den Teig runter schieben und nicht die Schüssel einfach schütteln, bis der Teig runterfällt! Wie ich es in meinem Backkurs gesehen habe!!! NEIN NEIN!!!!! )

 

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Den Teig in 4 Falten und dann als eine Kugel bearbeiten (schieben).

 

Haferbrot (Pain à l'avoine) DSC_2024

 

Den Teig auf ein bemehltes Brett legen und wieder 20 Minuten gehen lassen. Dann das Brot mit ein bisschen Mehl und Hafer bestreuen. Den Backofen auf 235-240 °C Umluft (mit einem Blech mit 500ml Wasser auf der unteren Schiene) vorheizen.

Haferbrot (Pain à l'avoine) DSC_2027

 

Und kurz von den Backen das Brot nach Lust und Laune anschneiden.

 

Haferbrot (Pain à l'avoine) DSC_2028

 

Das Brot 30-35 Minuten Backen.

 

 

Haferbrot (Pain à l'avoine) DSC_2049

Et voilà ! Das war wieder mal „trop bon “ (zu gut), und wir sind echt süchtig von dem Geruch von frischem Brot… manchmal muss ich es drum herumschneiden, so dass es nicht nur 4 Kanten hat, sondern 6 oder 8 …! Ich hatte schon mal sogar 9 geschafft! Kennt ihr das auch ? 🙂

Gros bisous und lasst euch schmecken!

 

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Über michMein Name ist Aurélie [o-re-li] , französische Kochbuchautorin, Foodbloggerin und Fernsehköchin, die die Liebe nach Deutschland verschlagen hat. Hier findest du einfache Rezepte und Klassiker der französischen Küche.
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30 Kommentare
  • SABINE

    geplant ist, das Rezept auszuprobieren. So habe ich eine Frage: zum Mehl. Ist mit der Angabe Hafermehl gemein? Oder benutzt man ein anderes z.B. von Dinkel oder Weizen?
    Ich wünsch mir ein reines Haferbrot.

    • Aurélie Bastian

      Bonjour ,

      Nein – es ist genau so gemeint, wie im Rezept beschrieben:
      zarte Haferflocken, fein gemixt, nicht Hafermehl.

      Der Unterschied ist wichtig: Fein gemixte Haferflocken können Wasser aufnehmen und im Teig quellen, genau das sorgt später für Saftigkeit und eine schöne, feuchte Krume.
      Hafermehl ist dagegen viel zu fein, bindet das Wasser anders und macht das Brot eher trocken oder kompakt.

      Wenn Sie sich ein reines Haferbrot wünschen, bleiben Sie am besten bei zarten Haferflocken, selbst fein gemahlen – das ist der Schlüssel für Textur und Geschmack.

      Viel Freude beim Backen!

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