Letzte Woche hatten wir richtig Lust auf ein Couscous. Leider habe ich hier zu Hause keinen richtigen Couscous-Kocher und ich musste ein bisschen improvisieren. Warum? Na, ja, weil Couscous ein Gericht an sich ist und nicht nur einfach gekochter Grieß. Ich sehe oft online Rezepte von COUSCOUS, wo einfach nur gezeigt wird, wie man den Grieß kocht. Es ist eigentlich süß, weil es lange keinen Couscous macht. Ich habe aber auch hier nicht das original Rezept.

Ein Couscous ist eine riesen Speise aus Grieß Basis, mit ganz viel Gemüse, gebratenen Hähnchen Schenkeln, Merguez und manchmal auch Lamm Fleisch. Es schmeckt einfach wunderbar, weil der Grieß mit dem Saft vom Gemüse aufquellt und das Fleisch schön gebraten aber dennoch saftig bleibt.

Dafür gibt es große „Kochtöpfe“, die den Dampf und die Aromen zusammen behalten: der „Couscoussier“.

Wenn man aber so einen mini ( 😉 ) Kochtopf nicht in seiner Küche hat, muss man halt improvisieren. Dann wird es nicht mehr einen richtigen Couscous sein, aber es schmeckt uns trotzdem.
Das Gemüse muss gemeinsam schmoren und die Aroma sich mischen. Deswegen habe ich es ganz langsam abgedeckt in dem Backofen gegart.

Als Fleisch haben meine Eltern richtige Merguez mitgebracht aber man kann sie sehr gut auch hier in der Halal Fleischerei finden. Dazu haben wir auch Fleischbällchen mit Mandelnsplitter, Feigen und in Salz eingelegten Zitronen (Citrons confits) zubereitet.

Für den Grieß (und nicht den Couscous), habe ich, wie es sein muss, erst mit richtig gutem Olivenöl gemischt und dann bedeckt mit heißem Wasser. Nicht das schwierigste Teil des Rezepts 😉
Der beste Tipp ist, alles auf mittlerer Hitze und bedeckte zu schmoren. Ich denke, dass es eigentlich auch im Römertopf gehen sollte. Außer selbstverständlich die Merguez braten (auf dem Grill am besten).

Also an alle nordafrikanische Leser, bitte ich bereits jetzt um Entschuldigung, weil Ihr es so besser könnt. Aber für unser kleines Abendessen hat es auch wunderbar gepasst.

 

Zutaten für 4-5 hungrige:

 

 

1 Zucchini, 1 Aubergine, 1 rote Paprika, 1 gelbe Paprika, 5 Tomaten, 2 Zwiebeln, 6 frische Feigen, 1/2 in Salz eingelegte Zitronen (Citrons confits), 4 Knoblauchzehe, Rosmarin, Thymian, Pfeffer, Koriander, Kümmel, Fleur de sel, 100 ml Olivenöl

350 g Grieß also „Couscous“ hier im Supermarkt (fein) , 50-70 ml Olivenöl, Salz, heißes Wasser.

800 g Rinderhackfleisch, 4 Feigen, 1 klein geschnittene Zwiebel,  2 EL Mandelsplitter, 1/6 im Salz eingelegte Zitronen,  1 Zwiebel, 1 TL Pfeffer, 1/2 TL Koriander, 1 TL Kümmel, Fleur de sel

8 Merguez (mit Rind- oder Lammfleisch)

 

1- Das Gemüse putzen und in dicken Stückchen schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Die Knoblauchzehen zerdrücken und oben drauf legen. Auf das Gemüse das Olivenöl betröpfen und die Kräuter und Gewürze verteilen.

 

Das Backblech mit Backpapier bedecken und in einem vorgeheizten Backofen 40-45 Minuten bei 180°C Umluft backen.

 

2- In einer großen Schüssel, alle Zutaten zusammen mischen: Fleisch, Zwiebeln, 2 Feigen in Stückchen, eingelegte Zitronen in Stückchen, Mandeln und Gewürze.

 

 

 

Daraus kleine Bällchen machen und auf ein Backblech mit Backpapier belegt geben. Die restlichen Feigen anschneiden und darauf stellen. Mit Backpapier bedecken.

Das Backblech ebenfalls in den Backofen platzieren und 40 Minuten bei 180°C backen.

 

3- Der Grieß:

In einer Schüssel den Grieß geben …  .

 

 

das Oliven eingeben und mit einer Gabel umrühren… Salz und Pfeffer geben …

 

Jetzt mit gekochtem Wasser begießen … das Wasser sollte 1 cm über den Grieß sein (also abdecken)….

 

…. die Schüssel direkt dann mit einem Teller bedecken und Minimum 5 Minuten ziehen lassen. Ich lasse es in der Regel 8 bis 10 Minuten ziehen.

 

Dann kann man den Grieß mit angeweichten Rosinen oder Minze oder Mandelnsplitter verfeinern….

 

4- Servieren :

Alles kommt auf eine große Platte.

Ich habe den Grieß erstmal mit einem Tortenring geformt … dann das Gemüse darauf gegeben: so kann der Gemüsesaft (brühe) noch in dem Grieß einziehen ….

Obendrauf das Fleisch und als letzte die Merguez.

 

Et voilà!

 

Sehr lecker und leider viel zu schnell leer.

 

Ich suche noch immer nach einem sehr guten maghrebinischen Restaurant in Deutschland, wo man einen richtig guten Couscous essen kann.
Also falls Ihr Tipps habt, teilt es bitte gern mit uns!

Zu dem Couscous haben wir uns einen kalten Rosé gegönnt! Naja, da folgen wir nicht genau die Traditionen 😉

BISOUS und bon Appétit