Ich bereite mich langsam auf die Apfelsaison vor und weiche diesmal von meiner traditionellen Apfeltarte (Tarte aux pommes) ab. Stattdessen gibt es diesen extra fluffigen Apfelkuchen mit Crème fraîche aus der Normandie.
Und ich konnte ihn natürlich nicht ohne eine cremige Salzbutter-Karamell-Sauce servieren. Das war ein voller Erfolg.
Wie in der Normandie üblich, kommt eine richtig gute Portion Crème fraîche in den Kuchenteig. Bitte nehmt hier nicht die Light-Variante, denn für dieses Rezept gilt ganz klar: Fett bringt Geschmack. Also keine leichte Version, kein Joghurt, sondern richtige Crème fraîche, höchstens Süßrahm.
Tipp: Du kannst franzoesischkochen.de mit einem Klick als eine deiner Lieblingsquellen auswählen.

Ich liebe Glasuren und Toppings auf Kuchen. Sie bringen immer noch diesen kleinen besonderen Touch in ein Rezept.
Und genau hier empfehle ich euch immer, ein bisschen auf die Zuckermenge im Kuchenteig zu achten. Für diesen saftigen Apfelkuchen habe ich den Zucker absichtlich reduziert, weil eine gute Portion Salzbutterkaramell obendrauf schon genug Süße mitbringt. 😉
Der Kuchen allein ist also nicht „zu“ Süß, weil er wirklich mit dem Karamell gedacht ist. Das würde übrigens genauso gut mit einem dicken Schokoladenguss funktionieren. Auch da wäre genug Zucker dabei, um das Ganze, also Kuchen und Guss, schön auszubalancieren.
Falls ihr den Kuchen ohne Topping backen möchtet, könnt ihr die Zuckermenge einfach etwas erhöhen. Dazu gibt es extra einen Hinweis in der Zutatenliste.

Dieser Kuchen ist kein Kunstwerk, sondern ein richtig schöner Alltagskuchen, wie ihn unsere Omas gern gebacken haben. Alles mischen, backen, fertig. Keine große Dekoration, kein Muster, kein Chichi. Nur ein Apfelstückchen am Boden, wie für die Tarte aux pommes hingelegt.
Perfekt für diese Schulanfangszeit mit all ihrer Hektik, wenn man trotzdem etwas Selbstgebackenes auf den Tisch stellen möchte, oder zum Feier mitbringen muss.
Bei den Äpfeln habe ich mich diesmal für feste Sorten entschieden. Im Oktober backe ich diese Kuchen auch sehr gern mit Boskoop (von meine Nachbar). Damit wird der Kuchen richtig schön saftig.
Also sucht nicht zu lange nach der perfekten Apfelsorte. Nehmt einfach eure Lieblingsäpfel, außer vielleicht Granny Smith 😉 , und der Kuchen wird gelingen.

Welche Backform für den Apfelkuchen?
Bei der Größe der Backform bin ich ehrlich gesagt ein bisschen hin- und hergerissen. Warum? Weil es sehr darauf ankommt, wie groß eure Äpfel sind. 😉
Ich hatte eher mittelgroße Äpfel und habe den Kuchen in einer 20 cm Backform gebacken. Die Form war richtig schön voll und der Kuchen dadurch schön hoch.
Eine 22 cm Form hätte auch funktioniert, aber der Kuchen wäre natürlich etwas flacher geworden.
Wenn ihr sehr große Äpfel verwendet, würde ich euch auf jeden Fall eher eine 22 cm Form empfehlen und mit kleineren oder mittelgroßen Äpfeln funktioniert 20 cm sehr gut.
Ich persönlich backe ihn meistens in meiner 20-cm Form (unsere Familie Backform). Die ist dann zwar ganz schön voll, aber genau so bekomme ich diesen schönen hohen Apfelkuchen. 😉

Zutaten für einen saftigen Apfelkuchen mit Crème fraîche wie in der Normandie:

3 Eier (M), 220 g Weizenmehl T55, 70 g Mandelmehl (sehr fein gemahlene Mandeln, nicht den entölt Mehl Ersatzt), ½ Päckchen Backpulver, 150 g weiche Butter, 80 bis 100 g Zucker oder ca. 125 g, wenn ihr den Kuchen ohne Karamell-Topping serviert, ½ TL Vanilleextrakt, 150 g Crème fraîche.
3 Äpfel: 1 für den Boden und 2 für den Teig
Für die Salzbutter-Karamell-Sauce: 50 g Zucker, 15 g Butter, 60 g Sahne 32% Fett, Prise Salz.
Wichtige Hinweis für die Zutaten Menge und eure Backformen!
Ich habe ein 20 cm Backform benutzt, Falls ihr eine andere Größe habt, einfach hier die Menge so multiplizieren.
- 20 cm = Original Zutaten Mengen
- 22 cm= x 1,25
- 24 cm = x 1,5
- 26 cm = x 1,75
- 28 cm = x 2
- 30 cm = x 2,25
Und wie sieht es mit der Backzeit aus?
Ganz einfach: Mit jeder größeren Form kommen ungefähr 5 Minuten Backzeit dazu.
- 20 cm = originale Backzeit
- 22 cm = + 5 Minuten
- 24 cm = + 10 Minuten
- 26 cm = + 15 Minuten
- 28 cm = + 20 Minuten
So hat auch die größere Menge genug Zeit, in der Mitte richtig durchzubacken. Macht am Ende aber immer eine Stäbchen- oder Messerprobe, denn jeder Backofen und auch jede Apfelsorte ist ein bisschen anders.
Und bitte meinen Tipp mit der zusätzlichen Schüssel Wasser auf dem Boden des Backofens nicht vergessen!
Meine Empfehlungen für dieses Rezept.
Die Produkte hier findest du in meinem eigenen Shop – ich nutze sie für Rezepte wie dieses. Noch mehr Ideen gibt’s in den Rubriken Bretonische Spezialitäten, Salzbutter Karamell oder Zutaten Tartes und Tartelettes. Viel Spaß beim Stöbern!
Salzbutter Karamell Sauce - 315 g - Le Petit Saunier Perfekt zum Dekorieren und Verfeinern.
Salzbutter Karamellcreme Creme de Salidou "Petit Saunier" 220g Ein typisch bretonischer Ersatz für Schokocreme.
Bourbon Vanille Extrakt aus Madagaskar - 40 ml Sehr intensiv im Geschmack und zur Zeit nur schwer zu finden.
Runde Tortenform aus Weißblech Perfekt runde Backform ohne Beschichtung.
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1- Die Zimmertemperatur Butter zusammen mit Vanilleextrakt und Zucker cremig schlagen. Die Eier anschließend einzeln dazugeben und nach jedem Ei kurz rühren. Die Crème fraîche dazugeben und ebenfalls gut unterrühren.








2- Mehl, Backpulver und gemahlene Mandeln miteinander vermischen und anschließend zur Butter-Eier-Mischung geben. Alles cremig rühren. Auch hier gilt wieder: Der Teig sollte nicht zu flüssig sein. Sonst sinken die Apfelstücke beim Backen zu stark nach unten.








3- Die Backform mit Butter einfetten und leicht mit Mehl bestäuben. Zusätzlich einen Kreis Backpapier auf den Boden der Form legen. So bekommt ihr den fertigen Apfelkuchen mit Crème fraîche später viel leichter und vor allem unbeschädigt aus der Form.


4- Die drei Äpfel schälen und entkernen. Einen Apfel in sehr dünne Scheiben schneiden. Je dünner die Scheiben sind, desto schneller werden sie beim Backen weich. Die Apfelscheiben spiralförmig auf dem mit Backpapier belegten Boden der Backform verteilen.



5- Die beiden anderen Äpfel in kleine Würfel schneiden. Die Apfelwürfel zum Kuchenteig geben und vorsichtig unterheben. Den Kuchenteig auf der Apfelspirale verteilen. Die Oberfläche glatt streichen.





6- Backen
Den Apfelkuchen bei 180 °C Umluft etwa 45 bis 50 Minuten backen. Am Ende unbedingt eine Messer- oder Stäbchenprobe in der Mitte machen. Je nach Apfelsorte kann der Kuchen etwas mehr oder weniger Zeit brauchen, weil manche Äpfel beim Backen deutlich mehr Flüssigkeit abgeben als andere. Wenn das Messer noch sehr feucht aus der Mitte kommt, den Kuchen einfach noch 5 bis 10 Minuten länger backen.

Wie bereit erklärt, bei mir ist der Kuchen leicht auf die Seite gegangen, und ich habe 1 cm auf die Seite abgeschnitten: siehe Foto.

Den Kuchen auf eine Kuchenplatte platzieren und den Backform wegnehmen, den Backpapier entfernen.



Salzbutter-Karamell-Sauce
Den Zucker in einer kleinen Pfanne langsam schmelzen lassen. Gleichzeitig die Sahne in einem kleinen Topf erhitzen.
Sobald der Zucker schön geschmolzen und gold Farbe ist, die Butter dazugeben und gut rühren. Keine Sorge, wenn sich Butter und Karamell nicht sofort perfekt miteinander verbinden. Das ist ganz normal.
Zum Schluss die warme Sahne vorsichtig dazugießen. Achtung, das blubbert ordentlich! Dabei fleißig weiterrühren. Die Pfanne vom Herd nehmen und noch kurz weiterrühren, bis eine schöne glatte und flüssige Salzbutter-Karamell-Sauce entsteht. Ein Prise Salz geben. Kurz abkühlen lassen und dann über den Kuchen geben.




Den abgekühlten Kuchen mit der warmen oder lauwarmen Salzbutter-Karamell-Sauce servieren.

Et voilà!

saftig und lecker!

So bekommt ihr einen extra saftigen Apfelkuchen mit Crème fraîche und Salzbutterkaramell, der wunderbar unkompliziert ist und trotzdem richtig etwas hermacht.

Wer den Kuchen mit Salzbutterkaramell ausprobiert, muss sich unbedingt in den Kommentaren melden und gern auch ein Foto vom nachgebackenen Kuchen teilen! 😉
Und verratet mir bitte auch, welche Kuchenform ihr genommen habt: 20 oder 22 cm?
BISOUS und ganz viel Spaß beim Backen!
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CH Christoph
vor einer Woche

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GZ Gabi Z.
vor einer Woche

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RA Rainer
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PE Petra
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AN Anonym
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SA Sabine
vor einem Monat

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AB Aurélie Bastian
vor einem Monat
« Zurück 1 2So einfach und soooo genial.
Die Sauce ist das Tüpfelchen auf dem i.
Ein sehr leckerer Kuchen. Die Salzbutterkaramellsauce ist ideal und schmeckt wunderbar. Leider ist mein Kuchen etwas zerbrochen, weil ich nicht abwarten konnte bis er genügend abgekühlt ist. Beim Stürzen ist er mir dann zerbrochen. Beim nächsten Mal werde ich mehr Geduld haben. Ich habe eine 28er Form und die doppelte Menge genommen.
Ich habe das Rezept in der Sendung vom 22.09.26 beim MDR gesehen. Hört sich einfach toll an. Die Sendung habe ich aufgenommen und werde mir das Rezept runterladen. Meine Frau ist ebenfalls sehr angetan und es in nächster Zukunft nachgebacken.
Wann kommt die nächste Sendung?
Liebe Grüße vom Niederrhein ( Meerbusch )
Rainer Schwartz
Bonjour cher Rainer, danke sehr für Ihre Unterstüzung. Und ich wünsche jetzt schon viel Spaß beim backen!
Ich bin wieder am 20 Oktober im MDR eingeladen.
Bis dahin bon Appétit!
Mega lecker….
Das Rezept ist toll… ich werde den Kuchen wieder backen 👍👍👍
Danke danke!
Vielen Dank für das leckere Rezept! Ich habe eine 24cm Springform und habe den Kuchen 60min. bei 170°C Umluft gebacken. Es hat super geklappt, nur ist er mir auf dem Gitter dann etwas auseinander gefallen. Vielleicht hätte ich ihn gerade schneiden müssen, aber er war so schön aufgegangen…
Egal, er schmeckt sehr lecker, auch mit der Karamellsauce. Danke für dieses Rezept! 😊
Eva
Ein vorzüglichen Rezept, danke dafür!
Meine Variation ist 24er Backform und statt gemahlener Mandeln (da gerade nicht vorrätig) geriebenes Marzipan in den Teig eingearbeitet.
Bonjour Aurélie,
da der Newsletter fast zeitgleich zu unserer Rückkehr aus einem Normandie-Urlaub im Postfach war, habe ich den Apfelkuchen gleich nachgebacken – vor allem, da alle Zutaten vorhanden waren. Ich habe eine 22er Form genommen und den Kuchen nicht gestürzt. So sieht man zwar die schöne „Apfelspirale“ unten nicht, aber ich fand die braune , leicht knusprige Wölbung auf der Oberseite auch sehr ansprechend. Für’s Foto kam er noch warm mit Karamell auf die Tortenplatte und möchte jetzt unbedingt probiert werden 😉
Danke für das Rezept!
Annette
Ich hab gerade das Rezept ausprobiert und den Kuchen aus dem Ofen geholt.
Er ist wirklich superleicht, riecht fantastisch und ich bin sehr gespannt, wie er schmeckt.
Ach und ich habe eine 20er Form benutzt. Hat super geklappt!
Liebe Aurelie! Das Apfelkuchenrezept mit Salzkaramell ist gut gelungen und kommt hier super an! Ich habe eine 24cm Form benutzt und dein Umrechenfaktor war perfekt richtig! Ich habe allerdings Haselnüsse statt Mandeln genommen, weil ich keine Mandeln zuhause hatte. Vor dem Karamell hatte ich etwas Respekt aber ist gut gelungen. LG Marion
Das Rezept ist perfekt beschrieben und einfach nachzubacken. Sehr lecker 😋
Ich habe eine 20er Kuchenform benutzt.
Wirklich sehr lecker, vielen Dank für das Rezept und die super Anleitung 🥰🥰🥰🥰🥰
Unfassbar lecker. Lauwarm ein Traum. Danke für dieses Rezept. Meine Form ist ca 23 cm, ich habe die Originalmengen genommen und nach 40 min noch ein wenig im ausgeschaltetem Ofen gelassen. Der Kuchen ist super geworden.
Merci Sabine, das freut mich wirklich sehr!
Lauwarm mit Karamell… genau so mag ich ihn am liebsten.
Und gut gemacht, dass du die Backzeit einfach angepasst hast. Das ist genau die richtige Intuition beim Backen.
Bis bald