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Bonjour und Euch einen schönen Sonntag! Viele von euch haben sich ein neues Apfeltarte Rezept gewünscht und hier kommt es. Ich habe es extra lecker gemacht, mit einem Salzbutter-Karamell als Basiscreme! Die Tarte Tatin ist sehr bekannt. Ich backe sie immer mit kleinen Stückchen Äpfel, die dann sehr dünn wirken auf die Tarte. Dafür hat Christophe Michalak (Weltbester Pâtissier 2005) eine Lösung gefunden: die Äpfel nur halbieren oder vierteln, und vorher in einem Sirup kurz blanchieren. So kann man viel dickere Apfelstücken für unsere Tarte Tatin haben. Also noch mehr Genuss und Geschmack! Mmmmm es kann doch nur gut sein, oder ?  Das Rezept ist wie immer meins aber diese Technik wollte ich unbedingt mit euch teilen.

 

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Für die Tatin habe ich meinen Sirup einfach mit Vanille aromatisiert, aber beim nächsten Versuch wird er mit einem Schuss Calvados verfeinert. 😉

Zu Hause lieben wir Salzbutter-Karamell! Es schmeckt einfach nach Urlaub. Ich bevorzuge es auch, weil so das Karamell nicht „zu“ süß auf einem Nachtisch oder ein Dessert wird. Es ist gerade die Gefahr bei der Tarte tatin, dass es „zu“ süß schmeckt. Mit einem Hauch Salz im Karamell schmeckt es einfach sooo fein, dass man locker ein ganzes Stück essen kann, ohne dass der Zuckergeschmack alles überdeckt. Dazu kann man auch ein gute EL Creme Fraiche servieren um den Süssen Geschmack zu mildern. 😉

Für die Umsetzung ist es auch einfacher, als man denkt. Eine extra „Tatin Backform“ braucht man nicht unbedingt. Ich zeige euch hier, wie es mit Utensilien, die jeder in seiner Küche hat, eine schöne Tatin zaubern kann. Ihr braucht nur einen Kochtopf und eine Tortenform (oder sogar ein Auflaufform).

Das Rezept ist total einfach, enthält aber 3 wichtige Schritte: der Sirup, das Karamell und der Teig. Viel verkehrt kann man hier nicht machen.

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Zutaten:

 

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7 – 8 festkochende Äpfel (Braeburn oder Pink lady ), 300 g Zucker, 1/2 TL Vanilleextrakt

Für den Boden: 1 Ei, 250 g Mehl, 125 g Butter, 50 g Zucker, 1 Messerspitze Vanille

Für das Karamell: 200 g Zucker, 50 g Butter, 1/2 TL Salz ( oder mehr nach Geschmack)

 

1- Als erster Schritt werden die Äpfel geschält und in Vierteln geschnitten  …

 

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….. dann in einem Kochtopf 300 g Zucker mit 700 ml- 800 ml Wasser zum kochen bringen… so dass der Zucker sich komplett im Wasser löst. Dann kommen das Vanillemark und die Äpfel Stücken.

 

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Ich habe den Kochtopf kurz bedeckt und somit die Apfelstücken nur 4 bis 5 Minuten blanchiert. Sie müssen einfach weich werden, aber bitte kein Kompott!

Dann die Äpfeln rausnehmen und auf ein Teller kurz abkühlen lassen.

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2- Das Karamell :

In einem Kochtopf 1/3 des Zuckers eingeben und bei schwacher Hitze den Zucker schmelzen lassen. Hier kommt KEIN Wasser dazu!

 

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Dann nach und nach noch 1/3 dazu geben und dabei nie rühren sondern nur den Topf schütteln, so dass der Zucker sich auf das Karamell verteilt.

Am Ende kommt der letzte Dritteln rein und wenn es nur noch ein Hauch Zucker an der Oberfläsche des Karamells gibt wird es vorsichtig gerührt um ein gleichmässiges Ergebnis zu bekommen.

 

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Dazu komt auch jetzt der Salz hinein und die Butter….

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und immer auch bei schwacher Hitze bis das Karamell schön cremig wird.

 

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Jetzt eine runde Tortenform nehmen ….

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…. das Karamell hinein gießen ….

 

 

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und es schön in die Form verteilen…

 

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Die Apfelstücken in die Form, auf das Karamell, legen:

 

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3- Der Boden :

Heute kommt der Boden als Letzte in die Form!

Die Zutaten zusammen rühren (hier haben ich es mit der Maschine gemacht, aber am Ende muss er immer noch mit den Händen geknetet werden !)

 

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Den Teig ausrollen…

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… Es muss hier nicht so dünn wie immer werden, sonst schmilz der Teig in die Form. Also hier den Teig 1 cm dick ausrollen.

 

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und dann es über die Äpfeln drapieren …

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… die Ränder ein bisschen reindrücken und mit einer Gabel picksen .

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 Backen : 180 °C Umluft für 35 Minuten

 

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 Et voilà ! wenn es fertig gebacken ist, muss man die Tarte direkt aus dem Backofen raus auf eine Servierteller umkippen. Dabei bitte beachten, dass Ihr keinen ganz flachen Teller nehmt, weil das Karamell von der Tarte ein bisschen laufen wird.

 

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Ich hoffe es wirkt nicht zu kompliziert oder aufwändig für euch, und Ihr habt lust es nachzu backen. Es lohn sich wirklicht !

Wir haben es pur genossen aber ein klein bisschen Chantilly oder Vanilleeis dazu wäre auch „ein Traum“.

Also hoffentlich gefällt es euch und Ihr bäckt es nach. Ich freue mich schon auf eure Fotos !!!! Merci vielmals dafür! Es ist mir immer eine Freude, zu entdecken, was Ihr auch zu Hause zaubert!

GROS BISOUS à tout le monde et Bon Dimanche .

🙂

Für Euch habe ich hier noch ein Paar Leser Fragen gesammeln :

Von Nina: isst man die Tarte warm oder kann sie auch erkalten? Oder wird dann das Karamell fest?

Die Tarte isst man immer am besten Warm oder lauwarme…. mit ein bisschen Sahne oder Vanille Eis ? ! 😉 Sonst wird der Karamel hart oder wird es ablaufen.

von Pascal: Wäre es sinnvoll, den Boden eventuell leicht zu mehren oder mit Semmelbrösel zu bestreuen?

Ooooh Nein ! Den Pfanne bitte nicht voher bemehlen. Vielleicht ein bisschen mit Butter schmiehren aber kein Mehl !

von Mélanie: Bei mir ist so gut wie alles herunter gelaufen. Was habe ich etwas falsch gemacht?

Eigentlich das passiert wenn die Äpfel noch viel Saft haben, und wenn die Äpfeln vorher nicht lange genug vorgekocht wurde. Ich denke dass die Äpfel etwas fester waren und deswegen ein bisschen länger in den Sirup köcheln sollte. Dann geben sie nicht so viel Saft ab.

von Eva: Kann man diese Tarte vorbereiten?
ZB Caramel u Früchte, der Teig dann frisch u ab in den Ofen?
Oder wird das Caramel sonst zu hart?

Eigentlich so kenn ich sie als klein Mädchen. Die Äpfeln waren auf den Karamel gestellt und dann gekocht. Es geht auch aber bei mir sind oft die Äpfel Stücke nicht richtig gebacken.