Wenn man ein gutes Hefeteig-Rezept hat, kann man daraus unendlich viele leckere Varianten zaubern genau das liebe ich so am Brotbacken.
Dieses Mal habe ich fluffige Zwiebelbrötchen für unseren Fernsehabend gebacken. Dafür habe ich mein einfaches Baguette-Rezept genommen und mit einem cremigen Zwiebel-Kompott verfeinert. Das Ergebnis: wunderbar saftige Zwiebelbrötchen wie vom Bäcker: außen leicht knusprig und innen super weich.
Wir haben die Brötchen noch warm mit etwas Frischkäse gegessen… und ehrlich gesagt: Sie waren viel zu schnell weg.
Das Geheimnis für richtig aromatische Zwiebelbrötchen liegt in den Zwiebeln. Wichtig ist, süße Zwiebeln langsam anzubraten, damit sie schön weich und leicht karamellisiert werden. So entsteht eine Art Zwiebel-Confit oder Zwiebel-Kompott mit unglaublich viel Geschmack. Ein kleiner Schuss Weißwein dazu… et voilà!
Der Hefeteig wird durch die cremige Zwiebelmasse etwas klebriger aber genau das sorgt später für besonders lockere und fluffige Brötchen. Falls Euch der Teig zu weich erscheint, einfach etwas länger im Kühlschrank gehen lassen oder mit leicht eingeölten Händen arbeiten.
Gewürzt habe ich die Zwiebelbrötchen ganz klassisch französisch mit Salz, schwarzem Pfeffer und Muskatnuss – fast wie bei einem Flammkuchen!
Wer mag, kann die herzhaften Brötchen zusätzlich noch mit Thymian oder anderen Kräutern verfeinern.
Zu den Fragen, die immer kommen…
Kann man Zwiebelbrötchen einfrieren?
Ja, das klappt super gut! Sowohl der aufgegangene Hefeteig als auch die fertig gebackenen Zwiebelbrötchen lassen sich problemlos einfrieren.
Welche Zwiebeln eignen sich am besten?
Ich habe große, süße weiße Zwiebeln verwendet. Das Rezept funktioniert aber auch wunderbar mit Roscoff-Zwiebeln – die bringen sogar noch etwas mehr Süße und Aroma mit. Leider waren bei mir diesmal alle schon weg.
Wozu passen Zwiebelbrötchen?
Ich liebe die fluffigen Zwiebelbrötchen ganz pur oder einfach mit etwas Frischkäse. Besonders beliebt sind sie aber auch beim Grillabend, Brunch oder auf dem Buffet.
Im Gegensatz zu Baguette bleiben sie länger weich und saftig – genau deshalb sind sie bei uns immer so schnell weg.

Zutaten für saftige Zwiebelbrötchen:

Brotteig (wie beim Baguette): 500 g Mehl T65, 230-240 ml Wasser, 15 g Salz, 1/2 Hefewürfel (oder 1/4 wenn ihr Zeit habt).
Zwiebelpfanne: Zwiebeln, 20 g Butter Salz, schwarzer Pfeffer, Muskatnuss.
Hinweis: Ihr könnt immer weniger Hefe verwenden, müsst den Teig dann aber länger gehen lassen. Das funktioniert genauso gut.
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1- Den Brotteig zubereiten: In einer Schüssel das Mehl und das Salz mischen.
2- In einem Glas Wasser und Hefe lösen und diese Mischung dann zum Mehl geben.
3- Den Teig kneten, bis er sich vom Schüsselrand löst.
4- Den Teig kurz abdecken und gehen lassen.

5- In einer Pfanne Butter schmelzen und als Nussbutter kochen. Dazu den in Scheiben geschnittenen Zwiebel geben. Zudecken und köcheln lassen. Nach Bedarf 100 ml Wasser dazugeben. Die Zwiebeln sollten köcheln und komplett zart und goldbraun werden. (Siehe Foto.)

6- Den Teig auf einer sauberen Arbeitsfläche ausbreiten und die Zwiebelpfanne leicht abkühlen lassen. Anschließend die Zwiebeln auf dem Teig verteilen. Mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss würzen.
7- Den Teig von unten nach oben rollen, um den Zwiebelkompott gut im Teig zu verteilen. Eine Kugel formen und in eine Schüssel geben.
8- 45 Minuten gehen lassen. Der Teig muss sich verdoppeln.

9- Den Teig aus der Schüssel nehmen, falten und kleine Brötchen formen. Diese auf ein mit einer Backmatte ausgelegtes Backblech legen und 15 Minuten gehen lassen. In dieser Zeit den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen.

10- Backen: 20 bis 25 Minuten.
Wer mag, kann sein Brötchen oben mit einem Bäckermesser anschneiden, vor dem Backen.
Tipp: Ich stelle immer eine kleine Schüssel mit 500 ml Wasser auf den Boden meines Backofens. Das hilft, dass das Brot fluffig bleibt und eine schöne Kruste bekommt.

Die fluffigen Zwiebelbrötchen sind bei uns inzwischen ein echter Klassiker geworden.

Außen leicht knusprig, innen weich und saftig – und durch die langsam geschmorten Zwiebeln unglaublich aromatisch. Genau die Art von herzhaften Brötchen, die man noch warm direkt vom Backblech essen möchte.
Besonders praktisch: Die Zwiebelbrötchen lassen sich super vorbereiten und schmecken sowohl zum Frühstück als auch beim Grillabend oder auf dem Buffet einfach wunderbar.
Ich bin gespannt, wie Ihr sie am liebsten essen würdet: pur, mit Frischkäse oder vielleicht sogar zum Aperitif?
Schreibt es mir gerne in die Kommentare!
BISOUS
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