Bonjour! Ganz viele von euch waren (oder sind noch…) diesen Sommer in der Provence …. Ja ich weiß es, weil ich immer mehr Email von Lesern bekomme, die nach einem bestimmten Rezept suchen, einem speziellen Wein oder einer kleinen Spezialität. Ich freue mich immer so sehr auf die Emails! Aber letzte Woche habe ich gleichzeitig 5 Emails über die gleiche Frage bekommen: Rezept und Tipps für Sacristains. Ich habe mich also bemüht, alle Frage zu beantworten und Tipps zu geben. Jetzt teile ich es auch mit euch, weil es bestimmt noch andere Leser interessiert! 🙂
Was sind „Sacristains“?
Es sind ganz einfach gedrehte Blätterteigstangen, reichlich mit Puderzucker, gemahlenen Mandeln, gehobelten Mandeln und Vanille gefüllt und bestreut. Diese Spezialität findet man in der Provence und besonders im Vaucluse (also die Gegend um Avignon), ein bisschen überall in kleinen Boulangeries.
Der Ursprung des Namens ist nicht präzis oder sicher, aber der Name kommt von dem katholischen „Sacristains“ (die sich um die Sakristei kümmern) und sollte deren Gehstock darstellen. Ob es alles so stimmt … weiß ich leider nicht.
Ich kenne sie aus verschiedenen Märkten in der Provence, wo sie mit Vanille zubereitet werden aber auch mit Orangenblütenwasser oder auch Schokolade.

Sind Sacristains nicht trocken?
AAAaaaaalso , eigentlich sind sie schön knusprig und nicht sooo trocken, wie man es sich vorstellt. Aber nach einem Tag sind sie, nach meinem Geschmack etwas trocken. Ich mag sie also lieber frisch genießen (noch lauwarm aus dem Backofen) oder einen Tag später mit etwas Eis serviert! Passt einfach super.
Welche andere Varianten der Sacristains gibt es noch?
Ich kenne sie auch mit Kokosnuss statt Mandeln, oder auch mit Creme patissière bestrichen und etwas gehobelten Mandeln ….. man kann auch den Blätterteig mit Schokoladen-Ganache bestreichen.
Kann man Sacristains auch mal Salzig zubereiten?
Ja, und ich glaube, dass viele von euch schon mal Blätterteigstangen mit geriebenen Käse gebacken haben ! 😉 Ich mag auch den Teig mit Tapenade zu bestreichen, dann drehen und mit ein bisschen Parmesan bestreuen.
Also einfach ein Kinderspiel sie selber zu machen, das Original könnt ihr wieder nächstes Jahr in der Provence genießen …

Zutaten für Sacristains

Kleiner Hinweis für Perfektionisten: Nein, ich habe meinen Blätterteig nicht selber gemacht! Es gibt auch sehr guter Blätterteig mit Butter zu kaufen, und somit kann ich mir ein bisschen Zeit für meine Familie sparen 😉
Also 1 Rolle Blätterteig, 1/2 Vanillestange (oder Vanillezucker), (75 + 35 )100 g Puderzucker, (75 + 35 ) 100 g Mandelmehl (gemahlene Mandel), 100 g gehobelte Mandeln, 1 Ei.
Ich habe aus praktischen Gründen (weil ich einen Lager voll davon habe) einfach eine Tant pour Tant Backmischung dafür genommen.(ist ja schon alles gewogen und bereit;-) )
Meine Empfehlungen für dieses Rezept.
Die Produkte hier findest du in meinem eigenen Shop – ich nutze sie für Rezepte wie dieses. Noch mehr Ideen gibt’s in den Rubriken Mandelmehl & Macarons Mix, Backbleche oder Brot & Croissants backen. Viel Spaß beim Stöbern!
Baguette-Backblech perforiert antihaftbeschichtet + 4 Baguette-Tüten Perforiertes Blech sorgt für optimale Hitzeverteilung und perfekte Bräune.Im Shop ansehen
200g Mandelmehl extra fein nicht entölt + 1 Mini Lebensmittelfarbe Ihrer Wahl Speziell für die Macaronsherstellung entwickelt.Im Shop ansehen
Pasteis de Nata Backform aus Weißblech von Gobel Das perfekte Förmchen für Pasteis de Nata, diese unglaublich leckeren Blätterteig-Törtchen aus Belém in Portugal.Im Shop ansehen
"Tant pour tant" Macarons Backmischung 200g Eine Tüte reicht für 40 Macarons.Im Shop ansehen
2 Vanilleschoten Perfekt für Desserts, Gebäck, Eis und feine französische Küche.Im Shop ansehen
Zurück zum Rezept...
1- Auf dem Blätterteig habe ich den Vanillemark verteilt,

dann mit dem Ei (ganz) bepinselt,

und dann die Tant pour Tant Mischung (also Zucker und gemahlene Mandeln) auf die ganze Fläche bestreut. (da könnt Ihr einfach den Puderzucker und die gemahlenen Mandeln, vorher kurz in eine Schüssel durchmischen und dann bestreuen.) Ich habe aber 2-3 große EL Mischung noch behalten, um ihn dann auf die fertigen Stangen zu bestreuen.

Es muss die komplette Oberfläche bedecken. 
Dann nur noch mit 2/3 der gehobelten Mandeln bestreuen

2- Jetzt den Teig zusammen klappen, schön drücken,

und in die Länge 2 cm breite Stücken schneiden. Ich habe es mir einfach gemacht und einen Pizza-Schneidroller genommen. Ein Freund von mir macht es unverschämt mit einer Schere ! 🙂

Dann mit dem Rest Ei, die Oberflasche bespinseln , und jedes Stück drehen. Ich wird ein bisschen eine kleine „Schweinerein“, mit Zucker und Mandeln überall auf die Finger kleben ! 😉

und auf ein Backblech platzieren.

Die Stangen mit Puderzucker und Mandeln (Tant pour Tant) bestauben,

und die restlichen gehobelten Mandeln darüber bestreuen.

Jetzt nur noch schnell die Sacristains in den Backofen für 20-25 Minuten bei 185-190°C Umluft reinschieben … und dann genießen 🙂

Wirklich nicht schwer und ich hoffe es schmeckt euch!
Gros Bisous und bis bald
Möchtest du das Rezept für später speichern?
Scrolle nach unten für mehr Rezepte









-
G( Gabi (aus dem Vaucluse)
vor 2 Wochen
-
AB Aurélie Bastian
vor 2 Wochen
« Zurück 1 2Lecker, lecker!
Zum Wort Sacristain: der sacristain ist der Küster oder Kirchendiener.
Es gibt viele Legenden und Geschichten zur Bezeichnung des Gebäcks, einmal eben der erwähnte Küsterstab. Oder Mönche sollen auf diese Art und Weise Teigreste verarbeitet haben. Oder ein Bäckerlehrling wollte ein Gebäck seines Meisters nachbacken und war dabei etwas ungeschickt, sodass ein neues Gebäck entstanden ist. Usw. usf.!
Bon appétit !
Bonjour! Merci für die Ergänzung – das ist wirklich interessant! Die Legende mit dem ungeschickten Bäckerlehrling gefällt mir am besten, ehrlich gesagt. Klingt am sympathischsten. Bon appétit!