Clafoutis-Rezepte: einfach, französisch und wunderbar wandelbar
Clafoutis ist eines der einfachsten Desserts der französischen Küche: Ein flüssiger Eierteig, ähnlich wie ein Crêpeteig, wird über Früchte gegossen und anschließend goldbraun gebacken. Das Ergebnis ist kein luftiger Kuchen, sondern eher ein zarter, feuchter Auflauf: innen weich, leicht elastisch und flan-artig. Genau so soll ein Clafoutis sein!
Ursprünglich kommt der Clafoutis aus dem Limousin, einer Region im Südwesten Frankreichs. Dort wird er ganz klassisch mit Kirschen gebacken, oft sogar mit den Kernen. Aber das Schöne an diesem Rezept ist: Mit derselben Teigbasis kann man unendlich viele Varianten zaubern, süß mit Obst oder herzhaft mit Gemüse.
Hier habe ich meine liebsten Clafoutis-Rezepte gesammelt: von der klassischen Kirsche über Aprikose mit Lavendel, Himbeere mit Zitronenthymian, Mirabelle, Pfirsich oder Apfel bis hin zu herzhaften Varianten mit Tomaten oder Spargel. Es gibt auch glutenfreie Ideen und Rezepte, die man je nach Saison, Lust und Vorrat wunderbar anpassen kann.
Häufige Fragen zum Clafoutis beantworte ich am Ende dieser Beitrag, schaue gern vorbei.
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1-Clafoutis mit Kirschen
Hier ist das originale Clafoutis-Rezept mit Kirschen, wie es im Südwesten Frankreichs serviert wird. Ich backe es im Sommer mit frischen Kirschen und lasse die Kerne drin. Im Winter hingegen sind Sauerkirschen aus dem Glas perfekt dafür.
Zum Rezept: Clafoutis aux cerises (Clafoutis mit Kirschen)
2- Clafoutis mit Lavendel und Aprikosen
Große Aprikosen sind perfekt für Clafoutis, da sie beim Backen schön fest werden, aber trotzdem saftig bleiben. Ich kombiniere sie gerne mit Lavendel. Im Rezept zeige ich euch, wie ihr das auch hinbekommt.
Zum Rezept: Clafoutis mit Lavendel und Aprikosen
3-Clafoutis Himbeer & Zitronen-Thymian
Delikate Version des Clafoutis: Mit diesem Himbeer-Clafoutis habe ich den Teig mit Zitronenthymian verfeinert.
Zum Rezept: Clafoutis Himbeer & Zitronen-Thymian (Clafoutis à la framboise et thym citroné)
4-Clafoutis mit Kirschen und Blumen
Das Motto hier lautet: Seid kreativ! Der Clafoutis-Teig ist ein Crêpeteig und kann quasi unendlich variiert werden. Ich backe ihn in einer großen Backform, aber auch als einzelne Portionen.
Vanille, Tonkabohnen, Zimt, blumig … Fast alles ist erlaubt, Hauptsache, es schmeckt euch!
Zum Rezept: Clafoutis aux cerises et aux fleurs (Clafoutis mit Kirschen und Blumen)
5- Clafoutis mit Mirabellen
Mirabellen sind Ende August und September die Obst-Königinnen. Es versteht sich von selbst, dass sie ihr eigenes Clafoutis-Rezept bekommt!
Zum Rezept: Clafoutis aux Mirabelles
6-Lavendel-Pfirsich Clafoutis : Glutenfrei
Wir haben zu Hause kein Problem mit Weizenmehl, aber das Experiment „Glutenfrei“, oder „Weizen-Alternative“ hat allem sehr gefallen und wurde gern gegessen! Hier stelle ich euch erstmal ein schnelles Rezept mit Hafermehl und Buchweizenmehl.
Die bekannte Kombination Obst und Blumen liebe ich immer sehr. Lavendel mit Pfirsiche ist immer ein Volltreffer und einen Versuch wert.
Zum Rezept: Lavendel-Pfirsich Clafoutis
7-Kirsch & Rosen Clafoutis
Diese Spezialität aus dem Limousin wird in der Originalversion ohne zusätzlichen Geschmäcke zubereitet. Ich mag es aber auch mit Rosen zu backen. Am besten nehme ich Rosenblütenwasser. Aber man kann genau so gut frische Rosen aus dem Garten nehmen. Ich zeige euch genau wie es geht im Rezept.
Zum Rezept: Kirsch & Rosen Clafoutis
8-Tomaten Clafoutis mit Basilikum
Clafoutis ist immer eine gute Idee, als süßes oder herzhaftes Rezept, wenn man Gäste bekommt, oder zum Mitnehmen für ein Picknick, ins Büro oder zur Schulfeier.
9- Clafoutis mit Spargel
Frühling Version vom Clafoutis mit grüner Spargel! Das Rezept kann endlos variiert werden, z.B. mit Erbsen, Zucchini, Brokkoli, frischem Spinat…
Zum Rezept: Clafoutis mit Spargel
10-Far breton (Bretonischer Pflaumenkuchen)
Dieser klassische bretonische Kuchen wird wie ein Clafoutis gebacken, aber hier sind die Kirschen durch „in Rum eingelegte Soft-Pflaumen aus Agen” ersetzt. Sooo lecker und typisch bretonisch!
Zum Rezept: Far breton (Bretonischer Pflaumenkuchen)
11- Apfelkuchen ohne Boden
Ein Clafoutis mit Äpfeln ist nicht so einfach, weil die Äpfel entweder zu hart sind oder zu viel Saft abgeben. Hier habe ich jedoch einen Kompromiss gefunden: Die Äpfel werden in sehr dünne Scheiben geschnitten und mit dem Crêpeteig übergossen. So gelingt eine Clafoutis mit Äpfeln doch!
Zum Rezept: Apfelkuchen ohne Boden
Was ist ein Clafoutis?
Ein Clafoutis ist ein traditioneller französischer Obstauflauf. Der Teig besteht meistens aus Eiern, Milch, etwas Mehl und Zucker. Er ist sehr flüssig, fast wie ein Crêpeteig, und wird direkt über die Früchte gegossen. Beim Backen stockt der Teig und wird goldbraun.
Woher kommt der Clafoutis?
Der klassische Clafoutis kommt aus dem Limousin, einer Region im Südwesten Frankreichs. Traditionell wird er mit schwarzen Kirschen gebacken. In Frankreich kennt man diese Version als „Clafoutis aux cerises“. Andere Varianten mit anderen Früchten werden manchmal auch „Flognarde“ genannt, aber im Alltag sagt man sehr oft einfach Clafoutis dazu.
Wie ist die richtige Konsistenz von Clafoutis?
Ein Clafoutis ist kein luftiger Rührkuchen und auch kein trockener Kuchen. Die Konsistenz ist eher weich, feucht, leicht elastisch und flanartig. Man kann es sich wie eine große, gebackene Crêpe vorstellen, die durch Eier und Milch im Ofen stockt. Wenn der Clafoutis innen noch zart und etwas cremig wirkt, ist das meistens genau richtig.
Welche Früchte eignen sich für Clafoutis?
Sehr gut passen Kirschen, Aprikosen, Mirabellen, Pflaumen, Himbeeren, Birnen, Pfirsiche und Nektarinen. Wichtig ist, dass die Früchte nicht zu viel Wasser abgeben oder zu hart bleiben.
Äpfel funktionieren auch, aber sie müssen sehr dünn geschnitten werden, sonst bleiben sie im Clafoutis oft zu fest. Erdbeeren sind etwas schwieriger, weil sie beim Backen viel Wasser verlieren. Wenn man Erdbeeren verwenden möchte, sollte man sie eher mit festeren Früchten kombinieren oder den Teig leicht anpassen.
Kann man Clafoutis auch herzhaft backen?
Ja, sehr gut sogar! Der Grundteig lässt sich auch ohne Zucker zubereiten und passt wunderbar zu Gemüse. Besonders lecker sind herzhafte Clafoutis mit Tomaten, Spargel, Zucchini, Erbsen, Brokkoli, Spinat oder Kräutern. So wird aus dem einfachen französischen Dessert ein schnelles Mittagessen, ein Picknick-Rezept oder eine schöne Beilage für Gäste.
Wie kann man den Clafoutis geschmacklich variieren?
Der Clafoutis-Teig ist sehr dankbar und lässt sich wunderbar aromatisieren. Klassisch passen Vanille, Tonkabohne, Zimt, Zitronenabrieb oder Orangenabrieb. Für besondere Varianten liebe ich auch Lavendel, Rosenblütenwasser, essbare Blüten oder etwas Kakao im Teig. Wichtig ist nur: nicht zu viel auf einmal, damit der Geschmack der Früchte noch schön zur Geltung kommt.
Kann man Clafoutis glutenfrei backen?
Ja, Clafoutis lässt sich sehr gut glutenfrei backen. Da der Teig ohnehin eher flanartig und nicht luftig sein soll, braucht man kein starkes Klebergerüst wie bei einem Brot oder Hefeteig. Man kann einen Teil oder das gesamte Weizenmehl durch Reismehl, Hafermehl, Buchweizenmehl, Mandelmehl oder eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen. Je nach Mehl wird die Konsistenz etwas anders: Buchweizen schmeckt kräftiger, Mandelmehl macht den Clafoutis etwas saftiger, Reismehl bleibt neutraler.
Kann man Clafoutis im Airfryer backen?
Ja, das geht sehr gut, besonders für kleinere Formen. Für einen Clafoutis in einer Form von etwa 18 cm backe ich ihn im Airfryer bei ungefähr 160 °C für 25 bis 30 Minuten. Der Clafoutis sollte in der Mitte gestockt sein und oben leicht goldbraun aussehen. Wenn die Oberfläche zu schnell bräunt, kann man die Form locker mit etwas Backpapier oder Alufolie abdecken.
Kann man Clafoutis in der Pfanne backen?
Ja, auch das ist möglich. Dafür nimmt man am besten eine beschichtete Pfanne mit Deckel und backt den Clafoutis bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam, bis der Teig gestockt ist. Die Oberfläche wird dabei nicht so goldbraun wie im Ofen, aber die Konsistenz wird schön weich und zart. Für eine kleine Portion oder wenn man keinen Ofen einschalten möchte, ist das eine praktische Lösung.
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