Ich hatte einfach Lust auf ein kleines Ei!. Wisst ihr, ein oder zwei Kugeln Eis, nicht zu süß, einfach nur so, unkompliziert zu Hause genießen. Wir wollten bei den Temperaturen nicht unbedingt in die Stadt fahren und somit habe ich wieder meine Eismaschine aus dem Keller herausgeholt ;-).
Zu eurer Frage: Ja, eine kleine (oder große) Eismaschine ist schon eine Investition wert. Gerade bei den Sommern, die wir aktuell haben, ist dieses Gerät quasi zu meiner Lieblings-Küchenmaschine geworden. Falls sie oft zum Einsatz kommt, empfehle ich euch ein Modell mit Kühlkompressor. Aber die Marke ist für mich komplett egal, weil sie im Grunde alle die gleiche Arbeit leisten.
Joghurt ist immer eine gute Idee
Für mein Rezept sollte es so einfach wie möglich sein und wir haben uns somit für ein schnelles Joghurteis entschieden. Wer mich und meine Arbeit kennt, weiß genau, wie sehr ich griechischen Joghurt liebe.
Ich meine den cremigen, samtigen und milden Joghurt, nicht den 0% Fett Naturjoghurt, der sehr flüssig und sauer ist.
Ein cremiger griechischer Joghurt schmeckt fast wie Crème fraîche und lässt sich in vielen Rezepten einfach stattdessen einsetzen. Und bei diesem Eisrezept ist er auch perfekt.
Und da fragt ihr euch vielleicht, warum ich nicht direkt mit Crème fraîche ein Eis zubereitet habe? Es würde schon gehen, aber beim Essen fühlt man das ganze Fett am Gaumen, was nicht so angenehm ist.
Ich habe mich also für eine Mischung aus griechischem Joghurt und Sahne entschieden. Aber falls ihr einen richtig guten selbstgemachten Joghurt habt, der nicht kalorienarm ist, kann ich euch nur empfehlen, ihn für die Eiszubereitung zu nehmen.
Als Französin würde ich auch Fromage blanc verwenden und in Deutschland ein bisschen Creme-Quark oder Quark-Creme, aber keinen puren Quark (zu sauer). Und diesen immer mit ein bisschen Sahne mischen.
Cremiges Eis wie in der Eisdiele zaubern!
Ein bisschen griechischer Joghurt, ein bisschen Sahne und einen Hauch Zucker, mehr braucht man nicht. Ich mag solche einfachen Rezepte, die man mit quasi nichts zubereiten und immer wieder machen kann.
Wir waren uns nicht einig, wie wir dieses Eis genießen möchten: Einer wollte Obst, einer Schokoladensauce und ein anderer Salzbutter-Karamell-Creme. Ich habe es also mit Absicht ohne Vanille oder Aromen zubereitet, sodass jeder sein Eis selber pimpen kann.
Ich finde, dass dieses Rezept auch ein perfektes Basisrezept für Desserts oder andere Eis-Rezepte ist. Es ist sehr praktisch für Eisbecher mit Obst oder anderen Saucen. Falls ihr noch Saucen-Rezepte sucht, gebe ich euch erstmal das Salzbutter-Karamell-Rezept und das Obst-Coulis-Rezept dazu.
Die Entscheidung über den Geschmack ist also getroffen. Jetzt bleibt nur noch, ein cremiges Eis zu zaubern.
Und das ist genau der schwierigste Part im Rezept. Das Eis sollte cremig sein, nicht zu hart, keine Eiskristalle haben… es muss genau die richtige Konsistenz haben wie in der Eisdiele.
Und da fragt ihr euch bestimmt: „Wie machen sie es nur in der Eisdiele?“.
Na ja, wie so oft tricksen sie ein bisschen. Aber man kann es auch auf natürliche Weise machen.
Ja, ja, es gibt natürliche Zutaten, die man zur Eismischung geben kann und die dabei helfen, Eiskristallen im Eis zu reduzieren und eine cremige Textur zu behalten.
Der bekannteste Trick ist, Johannisbrotkernmehl zu benutzen, um kleine Eiskristalle im Eis zu vermeiden, und Guarkernmehl für eine cremigere Konsistenz. Beide werden sehr oft von Eisherstellern verwendet und ihr könnt sie auch zu Hause benutzen.
Ich gebe euch unten nach dem Rezept noch mehr Infos über die verschiedenen Tricks und Zauberzutaten für cremiges Eis. Dann könnt ihr selber entscheiden, welche für euch in frage kommen.
Selbstverständlich könnt ihr das Eis auch ganz ohne solche Zutaten in der Eismaschine zubereiten und direkt genießen. Das ist überhaupt kein Problem. Ihr werdet den Unterschied aber merken, wenn ihr das Eis anschließend einfrieren möchtet. Dann können sich Eiskristalle bilden und das Eis wird härter. Jetzt habt ihr alle Infos und könnt selber entscheiden.
Allez, ich rede nicht viel weiter, hier geht es zum Rezept…
Tipp: Du kannst franzoesischkochen.de mit einem Klick als eine deiner Lieblingsquellen auswählen.

Zutaten für 8-9 Kugeln Joghurteis:

300 g griechischer Joghurt, 175 g Sahne, 40 bis 45 g Zucker (man kann auch Honig nehmen).
Meine Empfehlungen für dieses Rezept.
Die Produkte hier findest du in meinem eigenen Shop – ich nutze sie für Rezepte wie dieses. Noch mehr Ideen gibt’s in den Rubriken Eis, Koch- & backzubehör oder Haushalt. Viel Spaß beim Stöbern!
Eisbecher aus Glas - klassische Dessertschale Sorgfältig für den Versand verpackt.
Guarkernmehl 50g Cremiges Eis ohne Eiskristalle: schon eine Messerspitze genügt.
Johannisbrotkernmehl 25g Zur Vermeidung von Eiskristallen in Eiscreme oder Sorbet.
Breiter Eisbecher Die breite Form macht jede Kugel Eis zum Hingucker, das dicke französische Pressglas hält den Familienalltag aus.
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1- Alle Zutaten zusammen rühren…
Hier kommt auch die kleinen Hilfsmittel wie 1 TL Johannisbrotkernmehl und/oder 1/2 TL Guarkermehl rein, falls ihr auf Nummer sicher gehen wollt. Es löst sich alles ganz einfach mit dem Joghurt.

2- in die Eismaschine für 40 bis 60 Minuten je nach Maschine geben.

Das Eis kann jetzt direkt genascht werden oder in einer Form gegeben und im Tiefkühlschrank gelagert werden.

Et voilà! Mein Eis ist bereit.

Die Zubereitung von Eis ist manchmal gar nicht so einfach, wenn man nur wenige und normale Zutaten verwendet. Um das Eis geschmeidiger zu machen, gibt die Industrie sehr oft Zusatzstoffe wie Karagen, Stabilisator oder Geliermittel ins Eis. Diese hat man einfach nicht zu Hause, deshalb habe ich hier noch ein paar Tipps für euch:
Wie schnell sollte man das fertige Eis genießen?
Das beste Ergebnis bekommt man, wenn man die Eiscreme direkt nach der Zubereitung (in der Eismaschine) verzehrt. So ist das Eis noch schön cremig.
Man kann die Eiscreme zwar einfrieren, aber wenn man es später genießt, muss man einige Punkte beachten, da die Eiscreme dann gefroren ist.
Mein Eis ist zu hart geworden?
Ja, das Eis ist hart, wenn es bei -18°C gelagert wird. Logo!
Eigentlich wird Eis zwischen -5°C und -3°C serviert. Auch wenn man in eine Eisdiele geht, ist die Tiefkühltruhe zum Servieren nicht bei -18 oder -20°C.
Am besten ist es, das Eis kurz vor dem Servieren aus der Tiefkühltruhe zu nehmen und bei Zimmertemperatur stehenzulassen. Dadurch wird es weicher und lässt sich leichter zu Kugeln formen.
Wie wird meiner Eiscreme zarter oder weicher?
Wenn ihr euer Eiscreme eingefroren habt, wird es sicher fester als in der Zubereitungsphase. Das ist kein Problem. Ihr könnt es, wie bereits erwähnt, aus dem Gefrierschrank nehmen und eine Weile bei Zimmertemperatur stehen lassen (das reicht in den meisten Fällen).
Da hilft auch 1 bis 2 TL Guarkernmehl, um eine zarte Textur im Eis zu behalten. Das ist wirklich ein Profi Geheimtipp! Ich auch sehr praktisch, weil es ein natürliches Produkt ist, da habe ich gutes Gewissen.
Oder ihr könnt es ganz kurz in der Mikrowelle aufwärmen. Aber nur, wenn die Creme sehr fest ist (das passiert, wenn das Eis zu lange im Gefrierschrank war).
Oder die Eiscreme in grobe Stücke schneiden und in einem großen Mixer einmal kurz durchmixen. Funktioniert super bei lange gelagertem Eis. Und lässt sich besser portionieren.
Warum ist meine Eiscreme zu hart nach der Zubereitung in die Maschine?
Ganz einfach, weil die Temperatur zu niedrig war und/oder die Eismaschine zu langsam lief. Die Creme ist dann an den Schüsseln festgefroren und die Schaber können sie nicht schnell genug abkratzen oder die ganze Masse drehen.
Warum ist es wichtig? Die Schnelligkeit der Eismaschine spielt eine Rolle in die zugegebene Luftmenge, sowie die Volumenzunahme und die Flexibilität der Eiscreme. Wie beim Backen, je schneller wird die Masse geschlagen, desto mehr Luft und Cremigkeit bekommt die Masse (hier die Eiscreme).
Das ist sehr oft das Hauptproblem bei Eisherstellung.
Wie kann ich vermeiden, dass mein Eis zu fest wird?
Um eine weiche und cremige Eiscreme zu erhalten, ist es wichtig, Fett (Sahne und Milch) in die Creme zu geben. Manchmal reicht dies jedoch nicht aus und es gibt kleine Tricks und Tipps, die helfen können:
– Pektin: ist ein natürliches Geliermittel, das man sehr gut mit Fruchtsaucen mischen kann.
– Gelierzucker: Ich verwende ihn gerne anstelle von normalem Zucker, da er bereits Pektine enthält.
– Glukosesirup: kann mit oder anstelle von Zucker verwendet werden. Vorsicht, er ist „süßer“ als normaler Zucker, also bitte die Menge reduzieren.
– Den Zucker vorher in der Masse schmelzen lassen. Wenn der Zucker geschmolzen ist, löst er sich besser auf und hat eine elastische Eigenschaft (wie bei der Herstellung von Bonbons). Er hilft, das Eiscreme weicher zu halten.
– Gelatine: Ich empfehle sofort Gelatine. Egal ob Rind oder Schwein. Genau wie, wenn ich Torte zubereite.
–Agar-Agar: Vorsicht, nicht zu viel, sonst schmeckt man es raus. Und es funktioniert nur bei Zubereitungen, die man vorher kochen kann.
– Johannisbrotkernmehl ist ein vegan und natürliche Pflanz-Verdickungsmittel für Sahne und Eis. Eine sehr gute Hilfe, um die Masse geschmeidig und ohne Eiskristalle zu halten. Ich empfehle 1/2 Teelöffel (2,5 bis 5g) pro 500 g Eiscrememasse. Das ist auch ein Geheimtipp die ich von Profi Konditor bekommen habe.
– Guarkernmehl ist ein Geliermittel, das oft in der Eiszubereitung verwendet wird, um die cremige Konsistenz zu erhalten. Ich empfehle 1/2 Teelöffel (1 bis 4g) pro 500g Eiscreme.
– Natürliche Bindemittel aus Leinsam, 1/2 TL für 500g Eis, hilft die Mischung zu binden, genau wie eine vegane Gelatine ohne Kochen.
– Natürliche Bindemittel aus Zitronen, 1/2 bis 1 TL für 500 g Eiscreme stabilisiert die Emulsion und verhindert, dass die Creme und Wasser sich trennen, und somit das Wasser kristallisiert.
Warum habe ich Eiskristalle in meinem Eis?
Weil ich Zutaten mit einem hohen Wasseranteil verwendet habe.
– Bei Fruchtpüree empfehle ich immer, es lange zu kochen, um möglichst wenig Wasser in der Masse zu haben.
-Dafür hilft 1 TL Johannisbrotkernmehl.
– Bei Sahne oder Milch empfehle ich, den höheren Fettgehalt zu nehmen, da gibt es weniger Chancen, dass zu viel Wasser im Eis ist.
Mit all diesen Tipps und Tricks seid ihr nun bereit, das perfekte Eis zu zaubern und uns in den Kommentaren mitteilen, wie euch das Rezept geschmeckt hat. Ihr könnt auch gern ein Foto von eurem Kunstwerk posten und mit uns teilen, wie oder womit ihr es genossen habt! Das wird sicher viele Leser inspirieren.
Wir haben noch frische Himbeeren aus dem Garten genommen, um sie mit unserem Joghurteis genießen zu können. Schokoladen Streusel gehen auch!
Bon Appétit
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KE Kerstin
vor 2 Monaten
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BI Birgit
vor 3 Monaten
« Zurück 1 2Danke für die guten Tipps!
Das Rezept für Lavendeleis war hervorragend. Dieses Eis ist eine schöne Überraschung wenn Gäste kommen. Serviert im Sommer mit gegrillten Pfirsichen.
Ich habe zum ersten Mal Eis in der Eismaschine zubereitet. Es ist wunderbar gelungen!!!
Vielen Dank für all die leckeren Rezepte und vor allen Dingen die zusätzlichen Tipps!
Das Guarkernmehl war der entscheidende Zusatz für cremiges Eis!!!