Diese Woche habe ich endlich mal wieder mal einen schönen Braten vorbereiten. Dieses Rezept wollte ich eigentlich zu Weihnachten machen, aber die Zeit ist einfach zu schnell vergangen.
Also so lange es noch ein bisschen winterlich ist, kann ich es noch machen ! 😉 Bei uns wird e für die Feiertage oder als Sonntagsbraten im Winter zubereitet. Ein schöner Schinken (oder Kochschinken geht auch) von guter Qualität ist dafür notwendig. Das Fleisch wird dann geschnitten und reichlich mit Honig, Kräuter und Gewürzen bepinselt.
Ich finde es immer sooo schön, die kleinen Nelken, die in der Haut eingepinkst werden …. Jeder möchte ein Stück von der knusprigen Haut bekommen. (aber selbstverständlich werden die Nelken nicht mitgegessen!)
Meine Maman macht es mit Butter und Orangensaft…da es aber nicht mehr Weihnachten ist, habe ich „nur“ guten Honig und Rosmarin gewählt. Aber für die Feiertage lässt es sich wunderbar mit Orangensaft, Honig und Lebkuchengewürzen backen.
Die Zubereitung dauert ein bisschen und am besten plant ihr es schön im Voraus. Ich finde, es schmeckt am besten frisch gebraten (aber einen Tag später kalt ist es auch mit einem Salat total gut!).
Wie und wie lange muss es braten?
Dieses Rezept ist für mich ein Slow Food Rezept, weil dieses kleine Stück Fleisch gaaaaanz lange (2-3 Stunden je nach Größe) in der Backofen bei mittlerer Hitze (120°C-130°C) braucht.
Ich habe meinen 2 Stunden bei 130°C gebraten und am Ende die Grill Funktion benutzt, um die schöne Kruste zu bekommen.
Mit dem Braten kommt auch Weißwein in die Backform und damit wird der Braten regelmäßig (also wenn ich daran denke) alle 20 Minuten gegossen. Eigentlich schmilzt in dem Backform der Honig mit den Kräuter, Schalotten und Wein zusammen … und diese ganzen Aromen werden dann auf dem Fleisch gestrichen.
Welche Fleischsorten sind für dieses Rezepte noch geeignet?
Dieses Rezept funktioniert mit rohem Schinken sowie mit normalem Kochschinken, gepökeltem Schweinfleisch oder noch Eisbein. 😉
Ist die Qualität des Fleischs wirklich wichtig?
Ja, sonst wird ihr Fleisch auch nach dem lange Braten total hart und zeh wie eine Schuhesole! Also lieber ein bisschen mehr Geld ausgeben.
Welche Beilage passt am besten dazu?
Wir haben den Rest Fond (Weißwein und Honig) auf dampfgekochten Kartoffeln genossen, aber Bratkartoffeln oder noch Kastanien passen perfekt dazu. Bitte vergesst nicht ein bisschen Gemüse hinein zu packen: Bei uns waren es grüne Bohnen (die serviere ich fast mit allem!) oder ein bisschen Möhren einfach mit in die Backform 30 Minuten vor dem Ende der Backzeit mit eingeben.
Und so einfach geht es:

Zutaten für ein Schinkenbraten mit Lavendelhonig, Rosmarin und Nelken für 4 Personen:

450-500 g roher Schinken (oder Kochschinken ), 3 EL Lavendelhonig, ungefähr 20 Nelken, 2 Lorbeerblätter, 2 Schalotten, 1 EL Rosmarin, 250-300 ml Weißwein, Salz und Pfeffer.
+ 100 ml Weißwein für den Fond.
Meine Empfehlungen für dieses Rezept.
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1- Den Schinkenhaut anschneiden, das Fleisch mit Nelken piksen. Ich musste das Fleisch auch noch mit einem Messer anschneiden, so dass die Nelken einfacher hineinkommen.
Das Fleisch dann mit dem Honig beschmieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In eine Backform, das Fleisch, die klein geschnittenen Schalotten, den Rosmarin, Lorbeerblätter und den Wein geben.
Die Backform in einen vorgeheizten Backofen bei 130°C hineinschieben und 2 Stunden lang braten. Wenn Ihr daran denkt, bitte den Saft auf das Fleisch regelmäßig gießen. So wird das Fleisch schön karamellisieren.
Wie gesagt, kurz vorm Schluss, auf Grillfunktion stellen und die Kruste schön kross braten. Vorsicht, es geht schnell also müsst ihr in der Nähe bleiben.

Für des Servieren habe ich das Fleisch noch in eine Servierplatte gegeben und die Backform noch mit 150 ml Weisswein abgelöscht, um eine schöne Sauce für unseren Kartoffeln zu bekommen.

Et voilà, total einfach, alles was man dazu wirklich braucht ist Geduld 😉 und ein gutes Stück Fleisch.
Dieses Rezept werde ich auch mal mit Entenbrustfilet probieren und vielleicht euch einen kleinen Bericht geben.
Bon Appétit und bis bald.
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Liebe Aurélie Bastian, das auf dem Foto ist doch kein“Schinken“,weniger noch “ Kochschinken“,sieht eher aus wie Schweinebauch oder Schweinebraten, wegen der schönen Schwarte…
Bonjour Aurélie,
wir haben heute Deinen „Schinkenbraten“ ausprobiert und uns ganz genau an Dein Rezept gehalten – Super lecker war es (wieder)! Als Beilage gab es kleine gebratene Kartoffeln, die (in den letzten 20 Minuten im Sugo mitgegarten) Möhrchen und – wie empfohlen – etwas „Grünes“ 😉 hier ein Mini-Brokkoli mit Käsesoße überbacken.
Dieses Rezept findet bestimmt Aufnahme in unsere Küche!
PS: zum Apero gab es ein Enten-Keulen-Rilette nach Deinem Rezept für Hühner-Keulen-Rilette – auch sehr lecker!
Das klingt wie ein echte Festessen ! Hoo lala , ist das lecker! Eine wunderschöne Sonntag !