Wir brauchten etwas Frisches! Keine schwere, fettige Mahlzeit, sondern etwas Aromatisches, Saftiges und Frisches. Salat und Co. bereiten wir zurzeit fast jeden Tag zu, und als passende Begleitung habe ich diese grünen Petersilienbrötchen gebacken.
Dafür habe ich einen großen Bund Petersilie genommen und alle Blätter abgezupft. Die Petersilie habe ich anschließend mit dem Wasser für den Teig fein püriert. Oh là là, das hat so wunderbar frisch in meiner Küche gerochen! Mit diesem grünen Petersilienwasser habe ich dann meinen klassischen Baguetteteig zubereitet.
Und nein, ich habe daraus kein Baguette gebacken. Zu unserem kleinen Salat wollten wir lieber Mini-Brötchen haben. Irgendwann war bei der Vorbereitung aber auch meine Geduld zu Ende. Also habe ich aus der einen Hälfte des Teiges kleine Brötchen und aus der Rest einfach ein großes Petersilienbrot geformt.
Ehrlich gesagt war es mir zu heiß, um zu Hause den Backofen einzuschalten. Deshalb habe ich die Brötchen und das große Brot komplett im Airfryer gebacken.

Es war gleichzeitig ein Test, den ich schon lange machen wollte: Kann man im Airfryer wirklich Brot backen?
Nach meiner Erfahrung lautet die Antwort: Ja, es funktioniert. Ist es optimal? Für mich ein klares Nein.
Der Airfryer ist eine praktische Notlösung, wenn ihr keinen Backofen habt oder ihn an einem heißen Tag nicht einschalten möchtet. Das Brot wird durchgebacken und die Krume wird sogar wunderbar weich und saftig. Aber eine richtig dunkle, kräftige und knusprige Brotkruste bekommt man damit nur schwer.
Für Toastbrot, sehr weiches Brot, Brioche oder kleine fluffige Brötchen kann ich mir den Airfryer deshalb sehr gut vorstellen. Für ein rustikales Brot mit einer schönen dunklen Kruste würde ich aber weiterhin den Backofen nehmen.
Mein großes Petersilienbrot sieht oben also nicht besonders dunkel und knusprig aus. Das möchte ich euch ganz ehrlich sagen. Die Krume war dafür super weich, und geschmeckt hat es trotzdem sehr lecker.
Mein Fazit: Brotbacken im Airfryer geht. Für weiche Brote und kleine Brötchen ist es eine gute Lösung. Für eine richtig schöne Brotkruste bleibt der Backofen aber mein Favorit.
Diese grünen Petersilienbrötchen werden mit viel frischer Petersilie im Teig gebacken und gelingen sowohl im Backofen als auch im Airfryer.

Zutaten für grüne Petersilienbrötchen und Petersilienbrot
500 g Weizenmehl T65 Tradition, 12 g Salz, 1/2 oder weniger Würfel frische Hefe, 1 sehr großer Bund frische Petersilie, 320 ml Wasser
Kleiner Hinweis zur Hefe: An sehr warmen Tagen reicht für 500 g Mehl bereits ¼ Würfel frische Hefe. Wenn es bei euch kühler ist oder der Teig schneller fertig sein soll, könnt ihr ein bisschen mehr nehmen. Entscheidend ist immer, dass sich der Teig sichtbar vergrößert hat.
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1- Das Petersilienwasser vorbereiten
Die Petersilie gründlich waschen und die Blätter von den Stielen abzupfen. Die Petersilienblätter zusammen mit dem Wasser in einen Mixer geben. Mein Mixerglas war wirklich bis zum Rand mit Petersilie gefüllt. Alles sehr fein mixen, bis ein schönes grünes Petersilienwasser entsteht. Am besten funktioniert es mit einem Smoothie-Mixer. Ihr könnt aber auch ein hohes Glas und einen Stabmixer verwenden.
Anschließend die frische Hefe direkt im Petersilienwasser auflösen.




2- Den Teig kneten
Das Mehl zusammen mit dem Salz in eine große Schüssel geben und kurz mischen. Das Petersilienwasser dazugeben und alles so lange kneten, bis sich der Teig langsam vom Schüsselrand löst. Den Teig zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel geben und abgedeckt gehen lassen.
Bei mir hat es an einem warmen Tag ungefähr 30 Minuten gedauert. Achtet aber lieber auf den Teig als auf die Uhr. Er sollte sein Volumen ungefähr verdoppelt haben.



3- Den Teig falten und formen
Den aufgegangenen Teig auf eine saubere Arbeitsfläche geben und einmal falten.

Schaut euch dazu gern das kleine GIF unten an. Dort könnt ihr die Bewegung besser erkennen.
Backtipp: Wenn ihr zögert und zu langsam arbeitet, klebt der Teig fest, wie ihr hier sehen könnt.

Werft ihr ihn dagegen mit etwas Schwung nach vorne, löst er sich fast von allein und mit den Tour, bleibt am Enden nicht mehr kleben.

Am Ende mit ein Halbrund Schaber den Teig „Spannung“ geben und schön rund formen. Dann kann es weiter gehen.

Jetzt könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr ein großes Petersilienbrot oder kleine grüne Petersilienbrötchen backen möchtet. Ich habe ungefähr ein Drittel des Teiges für Mini-Brötchen genommen und aus dem restlichen Teig ein großes Brot geformt. Beides habe ich im Airfryer gebacken. (geht aber genau so gut im Backofen – siehe unten Info)


4- Backen:
Ich wollte wirklich kleine, runde Brötchen backen und habe den Teig deshalb zu kleinen Kugeln geformt. Damit sie im Airfryer schön rund bleiben, habe ich sie in eine Silikonform mit kleinen runden Mulden gesetzt. Es funktioniert aber auch ohne Form. Dafür einfach ein passend zugeschnittenes Stück Backpapier in den Korb des Airfryers legen und die Brötchen daraufsetzen.
Genauso habe ich es später mit meinem großen Petersilienbrot gemacht.
Backen im Airfryer (Backform hier)
Mini-Brötchen : Bei 200 °C etwa 15 bis 17 Minuten backen.
Großes Petersilienbrot: Bei 200 °C etwa 30 Minuten backen.
Das Brot wird im Airfryer komplett durchgebacken, die Oberfläche bleibt aber deutlich heller als bei einem Brot aus dem Backofen.
Backen im Backofen
Für eine schönere und kräftigere Kruste würde ich euch den Backofen empfehlen.
Mini-Brötchen: Bei 220 bis 230 °C etwa 18 bis 20 Minuten backen.
Großes Petersilienbrot: Bei 220 bis 230 °C etwa 30 Minuten backen.
Die genaue Backzeit kann je nach Größe und Backofen etwas variieren.

und so sah mein großes Petersilienbrot von Außen:

Wenn man es aufschneidet, sieht es aber sehr sehr sehr gut aus….

Total fluffig und zart. Perfekt für unsere Abendessen.

Es war einfach super lecker, frisch und saftig und hat ganz natürlich und intensiv nach Petersilie geschmeckt. Die Farbe ist auch total echt!!!
Dazu haben wir verschiedene Käsesorten und Aufstriche serviert.
Ehrlich gesagt hat mir die Version mit den Mini-Brötchen sogar noch besser gefallen, weil sie einfach perfekt zum Dippen waren.
Mein Fazit: Beim nächsten Mal muss ich einfach ein bisschen mehr Geduld haben und aus dem ganzen Teig kleine Brötchen formen. 😉
Schreibt mir gern in den Kommentaren, ob ihr lieber kleine Brötchen oder ein großes Petersilienbrot backen würdet und wie euch die knallige Farbe gefällt.
Und wenn euch das Rezept gefallen hat, freue ich mich sehr über eure Sterne-Bewertung und Kommentar.
BISOUS
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