Haaaa ich habe ein schönes Wochenende gehabt. Am Samstag gab es einen Tartelettes Kurs und ich habe wieder mal Lust bekommen, auch für uns etwas zu backen. Da es im Garten noch ein bisschen Rhabarber gab und ich noch etwas müde war, wurde ein schnelles und einfaches Tarte Rezept kreiert.

Also einfache Zutaten, das Schwierigste war aber noch das Baiser. Das Rezept für so eine Tarte mache ich immer mit italienischem Baiser, weil es einfach fester ist und man kann es super gut formen. Falls Ihr kein Zuckerthermometer habt, könnt ihr einfach die Französiche Variante (einfach Zucker und Eiweiß zusammen schlagen) und dann mit einem Löffel auf die Tarte drapieren.

Ich weiß, dass das Rezept total einfach ist, aber ich wollte nur euch teilen, was wir genossen haben. Und nur als Anregung, ich habe für meine Arbeit eine Dose „Spekulatius Zucker“ von Terra Madre bekommen und musste es unbedingt ausprobieren. Ich habe es direkt in meinem Teigboden getan und es war echt lecker. Als Alternative könnt ihr Spekulatius Gewürze mit etwas Rohrzucker verwenden. Ich fand nur die Kombination von Spekulatius Gewürzen und Rhabarber (und Erdbeeren) sehr sehr seeeeehr gut. Ist mal etwas anderes.

Bon, wie immer , ich empfehle euch eure Fantaisie freien Lauf zu lassen und ein bisschen mit dem, was so in eurer Küche steht zu experimentieren. Man kann manchmal richtg überrascht werden 😉

 

 

 

Zutaten für eine quadratische Tarte 23 x 23 cm (oder eine runde 24-26 cm) :

Füllung : 700 g Rhabarber (geschält), 300 g Erdbeeren, 5-6 EL Zucker

Italienisches Baiser : 100 g Zucker , 36 g Eiweiß , 25 g Wasser

Teigboden (es werden Teigreste geben da man schwer ein Ei teilen kann! ) : 250 g Mehl, 125 g Butter,  25 g Zucker + 35 g Spekulatius Zucker (oder 60 g Rohzucker mit 2 TL Spekulatius Gewürzen), 1 Ei ( M)

 

1- Den Rhabarber klein schneiden und kurz (3 Minuten) in einem Kochtopf  blanchieren.

 

2- Den Teig vorbereiten: Alles zusammen kneten ….

… und den Teig 6 bis 8 mm dünn ausrollen.

 

… den Teig in eine Tarteform platzieren, den Boden mit einer Gabel anstechen…

 

 

… ihn mit Backpapier und Hülsenfrüchten beschweren …. und bei 180°C Umluft blind Backen.

Was ist Blind Backen ? : Also nochmal für die neuen Leser: Ein Tarte Boden wird vorher gebacken. 10 Minuten mit Backpapier und Hülsenfrüchten (oder mit einer Backkette) ( die man danach nicht mit essen wird 😉 , bitte hier nicht lachen, die Frage habe ich minimum 1 Mal pro Woche. 🙂 ) und dann wieder 10 Minuten OHNE Backpapier und Hülsenfrüchten. So ist dann eurer Tarte Boden bereit zum füllen und Ihr bekommt eine perfekte Tarte.

 

 

3- Wenn der Rhabarber gekocht ist, schneide ich die Erdbeeren in Scheiben und tue sie dazu.

 

Ich rühre auch etwas Zucker darunter (auch mal Vanillezucker) ….

 

 

Das Ganze umrühren und in den vorgebackenen Tarte Boden geben (nach Wunsch 5 Minuten kurz wieder backen). Ich habe es nicht gemacht.

 

4- Das italienische Baiser zubereiten:

In einem Kochtopf den Zucker mit dem Wasser bis 110 °C aufkochen. Ab dann das Eiweiß als Schneeschlagen und den Zucker weiter bis 117°C kochen lassen. Dann den heißen Zucker in das ( noch beim schlagen) Eiweiß geben. Aber nicht direkt auf die Masse, sondern „en filet“, also auf der Seite des Schüssels langsam gießen. Und noch schlagen lassen bis die Masse etwas abgekühlt ist. (42 °)

Die Baiser Masse wird dann schön cremig und kann problemlos gespritzt werden. Ich habe eine Saint Honoré Tülle verwendet, um Streifen zu machen, aber einfach mit einem Löffel verteilen geht auch.

Meine Tarte wurde noch 15 Minuten in dem Backofen bei 160°C Umluft gebacken, so dass das Baiser etwas knakiger wird. Man kann sie aber auch direkt genießen.

 

 

Nur noch ein bisschen Erdbeeren verteilen und voilà, meine kleine Nascherei war bereit.

Also einziges Fazit, es hat viel Wasser gegeben (auch wenn ich vorher den Rhabarber gekocht hatte), aber egal, statt direkt mit den Finger zu genießen, haben wir „wie es sich gehört“ unser Stück Tarte auf kleinen Tellern vernascht. 😉

Bon Appétit und à bientôt