Wer fährt dieses Jahr wieder in den Urlaub nach Frankreich?

Wir waren von kurzem wieder im schönen Pays Basque also im französischen Baskenland und haben für euch ganz viele Tipps und Infos über die Region mitgebracht.

Wenn man im Südwesten Frankreichs ankommt, landet man immer zuerst in den größeren Städten wie Bayonne und Biarritz.

Da gibt es, wie überall, viel zu sehen in den Museen und in der Altstadt. Unsere Favoriten waren Biarritz und der Rocher de la vierge. Gleich gegenüber ist der kleine aber süße Aquarium der Stadt. Mit Kindern ist es ein Muss, es zu besuchen.

In der Innenstadt von Biarritz kann man gemütlich spazieren gehen und einen kleinen Snack genießen. Ich würde nicht unbedingt empfehlen, vor Ort zu essen, da die Preise sehr „touristisch“ sind , ohne von der Qualität zu sprechen. Aber jeder kann sein Glück versuchen, Hauptsache man erwartet nicht zu viel.

Die Strände sind wunderschön aber hier aufpassen, die Wellen sind sehr stark. Mit kleinen Kinder muss man gut aufpassen. Für größere gibt es an den Stränden die Möglichkeit zu Surfen. Im April und im Juni sind immer viele Surfveranstaltungen zu finden:  mehr Info hier!

Ich kenne mich aber besser mit dem „arrière-pays“ im Baskenland aus, da ich sehr oft dort mit meinen Eltern war. Jetzt wollte ich es meinem Sohn zeigen. So einfach war es nicht, weil vieles sich in den letzten Jahren geändert hat. Aber es war trotzdem eine sehr schöne Reise.

Also hier ein paar Eindrücke und Tipps für euch … Ich hoffe, es gibt euch Lust in den Baskenland zu fahren oder ein bisschen mehr zu erkunden als die großen Städte….. 🙂

Tipp: Weil ich so viel darüber zu erzählen hatte, gibt es auch diese Tipps als Podcast.
Hier könnt ihr die Folge gleich hören:

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1- Hasparren

Es ist ein kleines Dorf, das im Sommer richtig aufwacht. Es gibt den ganzen Sommer lang Feier und Märkte (am Samstag früh). Da gibt es nicht unbedingt eine Webseite dafür. Wenn man dort ist, gibt es überall kleine Plakate, wo alle Feierlichkeiten abgebildet sind.  Also falls Ihr in der Ecke seid, bitte mal einen kleinen Umweg machen und dort einen Blick werfen!

 

 

2-Saint-Jean-Pied-de-Port

Wenn man schon unterwegs ist, dann muss man ein kleines bisschen fahren, um nach Saint-Jean-Pied-de-Port zu kommen. Dort gibt es einen fantatischen „kleine Produzenten Markt“, wo man die leckersten Sachen finden kann. Dieser Markt ist immer am Donnerstag früh. Der normale Wochenmarkt ist dafür am Montag.

Man kann frisch gebackenen Kuchen finden ….. (Financiers, Gateau basque, Macarons basques… )

 

 

 

So große Portionen Nougat, die man nur hier so findet, wegen des spanischen Einflusses … ( in der Provence ist der Nougat in kleinen Portionen zu haben) …

 

 

Alles rund um die Ente: Foie gras, Gésiers, Confit de Canard ….

 

 

getrockene Saucissons … nein kein Salami, sondern Saucisson!!! , mit allen Arten Kräutern oder Piment d’Espelette …. Jambon de Bayonne: es ist ein bisschen wie ein Spanischer Schinken, aber er wird dicker geschnitten und ist „roher“ als der spanische…

 

 

Käse aus dem Baskenland: „Ossau Iraty AOP “ muss man auch probiert haben… hier aufpassen, die Preise können ganz schön erschrecken, aber eine kleine Portion kann ja nicht Schaden…. ich nehme lieber ein kleines Stück auf dem Markt, als eine preiswerte Variante in dem Laden. Man schmeckt wirklich den Unterschied.

 

 

Ich bin immer so begeistert von der Gemüse- und Obstvielfalt. Ohne vom Geschmack von normalen Tomaten oder Aprikosen zu sprechen… Man schmeckt einfach die Sonne heraus!

 

 

Also nach einer guten Stunde (Minimum ) auf dem Wochenmarkt, wo wie ein bisschen von allem probiert haben, haben wir einen kleinen Spaziergang in der Stadt gemacht. Es lohnt sich wirklich…. die Stadt liegt auf dem „Jakobsweg“, somit findet man überall die Muschel auf Steinen oder als Zeichnen auf dem Boden … es gibt viele Übernachtungsmöglichkeiten für „Pélerins“.

 

In kleinen Straßen findet man auch kleine Bäckereien mit baskischen Späzialitäten, wie die Macarons (nicht zu vergleichen mit Pariser Macarons von Pierre Hermé! ) ,

 

 

Noch einen kleine Tour auf die Stadtmauer, um die Umgebung zu betrachten und dann haben wir einfach ein kleines Picknick mit unserem Markteinkauf gemacht…

 

 

 

 

An dieser Stelle würde ich euch auch empfehlen, in der Regel, nie in touristischen Städte wie diese, eurer Mittagessen in der Stadt zu genießen. Die Restaurants sind leider sehr voll, der Service, die Qualität und die Speisen sind leider, leider den unverschämten Preis nicht Wert.

Selbstverständlich könnt ihr eine Perlen irgendwo finden, aber generell sind die Preise zu hoch für was man tatsächlich auf dem Teller bekommt. Also mein Tipp: auf dem Wochenmarkt einkaufen und diese gute Produkte als Picknick genießen. Da werden Sie auf jedem Fall satt und zufrieden.

 

 

3- Espelette

Ein anderes kleines Dorf mit einem schönen Wochenmarkt ist Espelette. Von dort kommt auch der bekannte Piment d’Espelette. Der regelmäßige Markttag ist Mittwoch aber im Sommer gibt es auch Samstags früh einen Markt.

Wie in Saint-Jean-pied-de-port gibt es viele interessante Produzenten auf diesem Markt, (in „les Halles“) aber es lohnt sich auch ein bisschen in dem Dorf zu spazieren …

 

 

… da werdet Ihr sehen, wie die Häuser mit den Piments beschmückt sind !

 

 

4- Cambo-les-bains  / Arnaga

 

 

Wenn man aus Espelette rausfährt kommt dann Cambo-les-bains. Es ist ein Kurort und eine entspannte kleine Stadt. Aber das Interessante an Cambo ist „Arnaga„!

Es ist das Haus ( oder das Schloss im baskischen Stil) von Edmond Rostand, der unter anderen Cyrano de Bergerac“ und „Chantecler“ geschrieben hat. Das Haus ist ein Traum. Man kann fast alles vom Garten, Haus, Küche, Ballsaal besichtigen …

 

 

 

Im Sommer sind oft Vorstellungen in dem Garten organisert, mit Teilen von den Texten oder Theaterstücken. Wir hatten einen theatralischen Spaziergang mit „Chantecler“ gemacht, und es war einfach fantastisch! Es gibt natürlich auch Cyrano de Bergerac!

Dafür könnt Ihr einen Blick auf die Webseite werfen, um passende Termine oder Ausstellungen zu finden.

 

 

Es gibt auch eine kleine Runde in dem Keller, der Reserve und der Küche, um zu zeigen, wie so ein großes Haus damals organisert war.

 

 

 

5- le Col de la Rhune

Das Baskenland ist eine Mischung aus Bergen und Meer. Das beste Beispiel dafür ist der Col de la Rhune und Saint-Jean-de-Luz.

Der Col de le Rhune ist ein Berg, mit seinem kleinen Zug. Oben gibt es einen Observatorium. Von Dort kann man die ganze Kuste bis nach Spanien betrachten. Es ist einfach wunderschön und einen Tagesausflug (mit einer ganzen Tube Sonnencreme und guten Wandernschuhen) wert.

 

 

6- Saint-Jean-de-Luz :

An der Kuste liegt also Saint-Jean-de-Luz. Eine süße kleine Stadt mit einer schönen Innenstadt und einem der wenigen ruhigen Stränden im Baskenland. Da kann man unbedenklich mit den Kindern baden gehen. (keine große Wellen).

Die Stadt ist eher chic und edel. Es gibt viele kleine Boutiques, Patisseries (gateau basque von der Patisserie Adam) oder Chocolaterie (Chocolaterie Antton ). Die Altstadt ist klein, man findet in der Mitte ein Museum über Louis XIV, der Sonnenkönig, weil er in der Stadt geheiratet hat. Die Kirche ist auch dementsprechend beeindruckend. ( von innen 😉 ) .

 

 

Fazit:

Also falls Ihr in das Baskenland fahrt, genießt bitte die Wochenmärkte und die frische Luft…. und bringt doch noch einen Baskenhut mit ! 😉

 

 

Ich hoffe, ich konnte euch bei eurer Planung weiterhelfen und ich wünsche euch, falls eine bald ansteht, eine gute Reise!

BISOUS