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Erwähnt man die Provence, denkt jeder an Sommer und Urlaub. Da die Sonne sich wieder blicken lässt, habe ich Lust auf ein leichtes Gericht.
Käse und Speck gehören zum Winter, und um die gute Laune zu behalten habe ich wieder mal mit Tomaten und Oliven gekocht.
Ich habe also dafür ein typisches Provencalisches Gericht : La Daube provencale. Es handelt sich um eine Art Gulasch mit einem kräftigen Rotwein, Oliven und Möhren, die man mindestens 4 bis 5 Stunden köcheln lässt. Man kann es mit Rind, Kalb oder sogar Pute vorbereiten. Manchmal kommen auch Orangenzeste hinzu.
Ich hatte es noch nie zuvor gekocht, aber es war sehr einfach. Ich habe sogar die alte Guss-Casserole von meiner Mama heraus gegraben.
Ich habe es am Abend vorbereitet, so dass ich es am Tag danach nur aufwärmen musste.
Zutaten für 2 Personen :
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300 gr Rinderbraten, 100 gr Speck, 1 Flasche Rotwein, 200 gr Möhren, 150 gr schwarze Oliven, 2 EL Tomatenmark, 1 große Zwiebel, 1 großes Knoblauchzehe, 1 kleiner Fleischbrühe-Würfel, 2EL Mehl, Nelke, 2 Lorbeerblätter, Thymian, Rosmarin, ÖL zum braten (Olivenöl)
Ein wichtiger Punkt: In dem Original Rezept sollte man das Fleisch eine Nacht lang marinieren lassen mit Rotwein, Oliven, Knoblauch, Nelken und 1 Möhre. Ich habe es nicht gemacht wegen meines Zustands.
1- Das Fleisch in kleine Stücke schneiden und in einer Casserole mit dem Öl anbraten. Danach den Speck dazu geben.
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2- Dann das Mehl eingeben und gut rühren. Dieses Verfahren fixiert den Zucker an dem Fleisch und es heißt in der Französischen Gastronomie “singer“.
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3- Jetzt den Rotwein eingießen. In der Casserole kommen noch die klein-geschnittene Zwiebel, das Knoblauchzehe, die Kräuter und der Bouillonwürfel …
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… Jetzt noch die Möhren und die Oliven….
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… und als Letztes 2 TL Tomatenmark.
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4- Nochmal einen Blick in die Casserole werfen, dann zudecken und für 4 Stunden bei kleinerer Hitze vor sich köcheln lassen.
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Nach dieser Zeit wird das Fleisch langsam gar und zart wie Butter. Man braucht kein Messer um es zu genießen.
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Begleitet von Ofenkartoffeln oder frisch gemachte Nudeln ist dieses Gericht exzellent.
Wir hätten fast den Teller abgeleckt!
Bon appétit et bon week-end.
Schlagworte: Fleisch, Gemüse, Hauptspeise, Möhren, Oliven, Provence, Rotwein
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Bravo,
es sieht sehr lecker aus – und schmeckt bestimmt auch so.
Ich habe die Daube letztes Jahr im Spaetsommer nach einem Rezept von Gui Gedda gekocht. Allerdings kamen keine Oliven drin vor.
Aber Ora
ngenzesten. Man kann sie ganz leicht auf Vorrat herstellen – uebrigens kannan auch welche davon in der Zuckerdose aufbewahren (mmmhm).
Gruß Uwe -
Fein! Ich finde solche Gerichte schmecken am nächsten Tag aufgewärmt sogar manchmal noch besser, dann sind sie so richtig schön durchgezogen. So etwas Deftiges passt bei uns heute gut: Es schneit nämlich wieder wie verrückt.
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es war sehr lecker, wir konnten nicht bis zum nächsten tag warten
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Oh ja, sieht in der Tat sehr lecker aus. Ist da der Unterschied zu Daube de boeuf das hier Oliven rein kommen? Sehr lecker
Gruss Tom
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Klingt super lecker und werde ich bald nachkochen. Ein tolles Rezept für meinen
heißgeliebten Crockpot. -
Ich hab das am vergangenen Sonntag nachgekocht. Da ich alkoholfrei kochen muß, habe ich mit 3 EL Balsamico, 0,3l Gemüsesaft und Rest Gemüsebrühe statt mit Wein geschmort. Es ist sehr fein geworden.
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Daube provencale ist schon lange eines unserer Lieblingsgerichte und gerade eben hab ich wieder eine in der Röhre geschoben: Da bleibt sie – im Creuset Schmortopf – bei 130 Grad für drei Stunden.
Zwei Tips noch:
1. Spart bitte nicht an der Qualität des Weins! Es lohnt sich, einen zumindest sehr ordentlichen zu nehmen. “Kochwein” gibts nur in schlechten Kochbüchern und wenn die Bezeichnung überhaupt sein darf, dann mit der Definition: “Kochwein ist Wein, der dem Koch/der Köchin beim Kochen schmeckt.” Daraus ergeben sich die Mindestanforderungen.
2. Normalerweise kommt bei mir noch ein gutes Stück frische Schweineschwarte und grüner Speck dazu (heut leider nicht – hab ich in meiner Freude über die völlig unerwartet gefundene Lammschulter vom Milch(!!)-Lamm einfach vergessen). Beides macht die Sauce noch reicher und sämiger.
Als Beilage werd ich übrigens mal Polenta ausprobieren.
Richtig gemacht könnt ich mir die gut dazu vorstellen.Jetzt trink ich vom verbliebenen Wein (ein 2005er Languedoc Chateau La Vernede)
und freu mich auf die Daube.Mantegna
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Wie immer sieht es hier lecker aus.
Interessant, dein Hinweis zu der anderen Bedeutung von Daube. Ich habe mich gewundert, ob beide die selbe Etymologie haben, und es ist nicht ganz klar. Ich habe eben recherchiert: Das Gericht ist mit einem alten italienischen Wort für Marinade verwandt (dobba). Es kann sein, dass es lange mit nicht ganz frischem Fleisch vorbereitet wurde, und der Wein soll es “gesünder” gemacht haben…
Um beim Terroir zu bleiben: ich hätte für eine Daube aus der Provence zwischen den Saint-Emilion und den Châteauneuf unbedingt den Châteauneuf genommen: Kannst Du verraten, warum Du anders entschieden hast?-
Einen Saint Emilion zu nehmen hat ja wirklich Stil – leider wird von vielen gerade am Wein gespart. Den größten Faupax in der Richtung hat sich übrigens Deutschlands “Großgourmet” Wolfram Siebeck in seinem Buch “Eine Prise Süden” geleistet, der in seinem Daube-Rezept schreibt: “Für die Marinade brauche ich mindestens 1 Flasche Wein, ob weiß oder rot ist nicht so wichtig.”
Ich nehm übrigens meist einen Gigondas – den gleichen, den wir dann dazu trinken.
Als Beilage gibt es bei uns auch oft “Provencalische Kartoffeln”: Rohe Kartoffeln in Stücke wie für Salzkartoffeln schneiden, in Olivenöl beim mässiger Hitze anbraten und garen. Reichlich frischen Rosmarin, Thymian, etwas Salbei, drei Zehen Knoblauch kleinhacken, mit einem kleinen Schuß Olivenöl in die Pfanne vund die Kartoffeln drin kurz schwenken.
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Kleiner Nachtrag zur Polenta als Beilage: Mittlerweile hab ich es tatsächlich probiert und die Kombination erwies sich als grandios (obwohl natürlich Polenta in der französischen Küche nichts verloren hat). Zubereitet hab ich die Polenta übrigens “all’onda”, als etwa in der Konsistenz von recht festem Kartoffelbrei.

















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