Seit all diesen Jahren mit meinem Blog hatte ich noch kein originales französisches Rezept für Apfel Tarte Tatin gepostet! Das musste ich aber endlich mal posten!
Ich backe sie so oft zu Hause, weil es viel schneller zu backen ist als die normale Tarte aux pommes mit Crème fraîche. Es ist oft die leckerste Möglichkeit, alte Äpfel zu verwerten und nach ein paar Minuten Zubereitung geht es schon in den Ofen.
Im Gegenteil zum eleganten Salzbutter Karamell Apfel Tatin Rezept, das ein bisschen Vorbereitung braucht, ist dieses klassische Apfel Tatin Rezept absolut alltagstauglich.

Lust auf mehr? Die Produkte hier stammen aus meinem eigenen Shop – ich nutze sie für Rezepte wie dieses. Noch mehr Ideen gibt’s in den Rubriken Metallbackformen, Tarte Tatin Backformen oder Tartes, Tartelettes & Quiches Backformen. Viel Spaß beim Stöbern!
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Meine Familie liebt Tarte aux pommes, egal in welcher Form, aber die Tarte Tatin hat ihren besonderen Platz. Sie ist unkompliziert und schmeckt nach mehr!
Die kleine Geschichte hinter der Tarte Tatin
Dieses besondere Tarterezept hat auch eine schöne Geschichte, die fast jeder kennt. Es wurde damals von einer der Schwestern Tatin eine normale Apfeltarte zubereitet, und kurz bevor sie sie in den Backofen schieben wollte, ist die Form mit der Tarte heruntergefallen. Sie hat also alles gesammelt und „anders“ herum gebacken. Das war ein klarer Erfolg.
Seitdem wird „Tatin“ (wie die Schwestern) für alle Tartes oder Kuchen verwendet, die umgekehrt gebacken werden. Hier fangt man also mit dem Zucker – als Karamell zubereitet, dann die Äpfel und als Letztes den Teig.
Welche Apfelsorte sollte ich nehmen?
Man kann die klassische Apfel-Tarte Tatin je nach Apfelsorte variieren. Ich mag es, sie mit festeren Apfelsorten zuzubereiten – die wir sowieso zu Hause zum Naschen haben: Pink Lady oder Braeburn.
Aber wenn ich Boskop von meinem Nachbarn bekomme, ist es auch extra lecker. Dabei kann man die Apfelmenge im Rezept verdoppeln. Beim Backen zergeht das Fruchtfleisch so sehr, dass man fast ein Kompott bekommt. Deswegen kann man die Backform mit Äpfeln Stücken stapeln, um noch mehr von den Delikatessen zu haben.
Als Tarteboden mag ich ein einfaches „Mürbeteig ohne Ei„-Rezept vorzubereiten. Es lässt sich besser portionieren. Meine Oma hat sie aber oft mit Blätterteig zubereitet. So könnt ihr selbst entscheiden, welche Version davon ihr backen möchtet.
Also auch wenn es heute fast Mode ist, die französische Apfel-Tarte-Tatin als ein elitistisches Dessert darzustellen, war sie für unsere Omas vor allem eines:
eine einfache Möglichkeit, mit wenigen Zutaten und ein paar Äpfeln ein richtig gutes Dessert zu zaubern.

Zutaten für eine klassische französische Tarte Tatin, wie meine Oma sie gebacken hat:


4 Äpfeln (Pink Lady)
Boden (Deckel): 175g Mehl T45 (oder T405), 80 g Butter, 40 g Zucker, 1 Prise Vanille, 30 g Wasser.
Karamell: 150 g Zucker + 70 g Butter
Wasser und 1 EL Zitronensaft.
Backform: 26 cm Backform
1- Die Äpfel schälen, vierteln und in ein Schüssel mit Wasser und ein bisschen Zitronensaft geben.

2- Den Teig vorbereiten: alle Zutaten in eine Schüssel geben und kneten. Den Teig auf eine bemehlte Oberfläche dünn ausrollen, um einen 26 cm großen Kreis zu bekommen.


Es ist wichtig, dass alles – Apfelstücke und Teig – bereitsteht, bevor man mit dem Karamell anfängt. Danach muss es zügig gehen.
3- In einer Pfanne 30 g Zucker verteilen. Den Zucker langsam schmelzen, und wenn er geschmolzen ist, nach und nach Zucker darauf bestreuen. NICHT RÜHREN!!!!!
Erst dann wenn die untere Zuckerschicht geschmolzen ist, kann man leicht rühren und den restliche Zucker darauf rieseln.
Dann in kleinen Stückchen die Butter in den Karamell geben und rühren. Es dauert ein bisschen, bis die Bindung zustande kommt.

4- Den Karamell in eine 26 cm große Backform geben. Ich benutze heute eine einfache Tortenform aus Weißblech. Diese habe ich mit Butter gerieben.
6- Die Apfelstückchen aus dem Zitronenwasser herausnehmen und abtrocknen. Auf dem Karamell die Apfelstücke verteilen und mit dem ausgerollten Teig bedecken.
Den Teig mit einer Gabel anstechen.

7- Backen: 30 bis 40 Minuten (je nach Dicke der Apfelstückchen) bei 180°C Umluft backen.
BONUS: Wie reinige ich meine Karamellpfanne?
Diese Frage höre ich oft, dabei ist es so einfach. Man stellt die Pfanne wieder auf den Herd, dreht die Hitze auf Maximum und füllt sie mit Wasser. Kochen lassen, bis sich das gesamte Karamell gelöst hat und das Wasser einfach abspülen. Et voilà, eine saubere Pfanne ohne Schrubben.

8- Wenn die Tarte fertig gebacken ist, sie aus dem Backofen nehmen.
Jetzt habt ihr zwei Möglichkeiten:
1. Ihr könnt sie direkt auf eine Servierplatte umkippen und servieren. Dabei wird der Karamell noch sehr flüssig (und warm).
2. Ihr wartet 5 bis 8 Minuten, bevor ihr die Tarte umkippt, damit der Karamell leicht abkühlt und fester und cremiger wird. Dies hängt auch von der Apfelsorte ab, d. h. davon, ob sie viel oder wenig Wasser beim Backen abgegeben haben. Aber diese Methode ergibt einen cremigen Karamell auf der Tarte Tatin.

Et voilà!

Ich mag es, wenn sich der Karamell mit dem Apfelsaft mischt… wir essen es einfach pur oder wie meine Oma, mit einem riesigen Löffel Crème Fraîche.

Soo lecker….
Was ist euer Lieblingsbegleiter zur Tarte Tatin? Vanilleeis? Creme Double? Oder etwas ganz Spezielles? Verratet es mir gern in den Kommentaren!

Und so könnt ihr die Tarte Tatin meiner Oma auch genießen, ganz unkompliziert! Ich hoffe, sie schmeckt euch genauso gut wie uns. Ich freue mich auf eure Variationsvorschläge und neuen Kombinationen!
BISOUS
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