In Frankreich lieben wir einfache gestürzte Ananas-Kokos-Kuchen (Gâteau renversé à l’ananas et noix de coco). Ein bisschen wie bei einer Tarte Tatin kommen zuerst die Ananasscheiben in die Form, dann der Teig – und nach dem Backen wird der Kuchen einfach umgedreht serviert.
Meine Mama hat früher immer in die Mitte jeder Ananasscheibe eine knallrote Bigarreau-Kirsche gelegt. Das sah nicht nur hübsch aus, sondern hat dem Kuchen auch einen kleinen Retro-Charme gegeben. Es ist ein wunderbar exotischer und saftiger Kuchen, den viele Franzosen aus ihrer Kindheit kennen.
Auf dieser Basis (diesmal ohne die Kirschen) wollte ich eine etwas festlichere Version ausprobieren. Also habe ich meinen saftigen Kokoskuchen mit Ananas gebacken – fast wie in der klassischen Version – und ihn anschließend wie eine kleine Ananas-Torte mit Kokoscreme gefüllt. Es waren sowieso noch Ananasstücke und Kokoscreme übrig.
Das Ergebnis ist unglaublich lecker:
ein fluffiger Kokoskuchen, saftige Ananasstücke und eine luftige Kokoscreme in der Mitte. Geschmacklich erinnert diese Torte fast ein bisschen an eine Pina-Colada-Torte – also die perfekte Kombination aus Kokos und Ananas.
Meine Empfehlungen für dieses Rezept.
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Und das Beste: Die Torte lässt sich sehr einfach vorbereiten und kann sogar komplett laktosefrei gebacken werden, wenn ihr eine gute Kokoscreme verwendet.
Ein perfekter Kuchen für Gäste, Geburtstage oder einfach für einen gemütlichen Sonntagnachmittag.

Wichtiger Tipp zur Kokoscreme
Für dieses Rezept backen wir mit Kokoscreme. Achtet bitte unbedingt auf die Qualität.
Ich empfehle eine Kokoscreme mit mindestens 90 % Kokosanteil („Kokosextrakt“ oder „Crema de Coco“). Diese enthält weniger Wasser und mehr echte Kokoscreme – perfekt zum Backen und Aufschlagen.
Falls ihr keine hochwertige Kokoscreme findet, könnt ihr die Menge halbieren und stattdessen klassische Sahne verwenden oder ein Bindemittel (z. B. auf Zitrusbasis) hinzufügen, damit sich die Creme gut aufschlagen lässt.
Haltbarkeit
Der Kuchen hält sich bis zu drei Tage im Kühlschrank und kann auch problemlos eingefroren werden.
Alternativen
Falls ihr keine Kokoscreme verwenden möchtet, könnt ihr die Torte auch mit klassischer Schlagsahne (32 % Fett) zubereiten.
Kokosaroma ist optional. Ohne Aroma könnt ihr einfach etwas mehr Kokosraspeln oder Aroma verwenden.
Welche Ananas sollte man verwenden?
Ganz wichtig: Für dieses Rezept bitte Ananas aus der Dose verwenden.
Frische Ananas enthält Enzyme, die verhindern können, dass Cremes fest werden. Besonders bei Milchprodukten kann die Sahne dadurch gerinnen, weil diese Enzyme die Eiweiße in der Milch zersetzen.
Deshalb bitte keine frische Ananas in der Creme verwenden – höchstens als Dekoration auf der fertigen Torte.

Zutaten für eine Kokosnuss-Torte mit Ananas:

Kokoskuchen:
320-350 g Mehl (Type 405), 1 Päckchen Backpulver, 200 g Zucker, 3 Eier (M), 180 g weiche Butter (oder Margarine für die laktosefreie Variante) , 200–250 ml Kokoscreme, 50 g Kokosraspeln – fein, 1 TL Kokosaroma (optional), ½ TL Vanille , 1 Dose Ananas (400 g, am besten Ananasscheiben)
Kokoscreme:
400 ml kalte Kokoscreme : Creola de Coco am Besten (oder 200 ml Sahne + 200 g klassische Kokoscreme) , 4 Tropfen Kokosaroma, 1 TL Bindemittel (am besten aus Zitrusfrüchten), 40 g Puderzucker.
Am Anfang, den Saft der Dose an die Seite stellen (wird später benötigt!)

Kokoskuchen vorbereiten
1- Kuchenteig:
In einer großen Schüssel Zucker, Vanille, Kokosaroma und die weiche Margarine (oder Butter) cremig schlagen. Die Masse wird heller, wenn sich der Zucker langsam auflöst.
2- Die Eier nacheinander unterrühren und dabei immer weiter schlagen.
3- Nun die Kokoscreme, die Kokosraspeln sowie Mehl und Backpulver dazugeben. Alles kurz zu einem glatten Teig verrühren.




4- Kuchen vorbereiten
Den Boden eine runde Springform oder Tortenform (26 cm) mit Backpapier auslegen, die Seite mit Butter und Mehl beschichten. Ihr könnt auch direkt die ganze Form mit Backpapier belegen.
5- Die Ananasscheiben auf dem Boden verteilen. Den Saft und die restlichen Ananasstücke für später aufbewahren!
6- Den Kuchenteig darauf geben und glatt streichen.


7- Backen: Bei 170 °C Umluft etwa 55 Minuten backen. (testen, ob der Kuchen richtig durch gebacken ist!)
Mein kleiner Trick: Stellt eine Schüssel mit etwa 500 ml Wasser auf den Ofenboden. So bleibt der Kuchen besonders fluffig und saftig.

8- Kuchen tränken
Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen (noch warm oder lauwarm) es in seine Backform lassen und mit einer Gabel mehrfach einstechen. Dann etwas Ananassaft aus der Dose darüber träufeln. Dadurch wird der Kokoskuchen extra saftig.
Den Kuchen vollständig abkühlen lassen.

9- Kokoscreme zubereiten
Alle Zutaten in eine kalte Schüssel geben und steif schlagen. Kokoscreme enthält viel Fett und lässt sich deshalb ähnlich wie Sahne aufschlagen.

10- Basteln
Den Kuchen horizontal halbieren. Die untere Hälfte mit der Kokoscreme bestreichen und mit den restlichen Ananasstücken belegen. Die zweite Kuchenhälfte darauf setzen und nach Wunsch mit etwas Creme oder Kokosraspeln dekorieren.




Et voilà!

Der Rest ist nur noch Deko. Macht es einfach, wie ihr es mögt – mit mehr Kokosnuss oder mehr Ananas!
Ich habe die restliche Kokoscreme verteilt und die Ananasscheiben sichtbar gelassen. Wie habt ihr es gemacht? Postet gern ein kleines Foto in die Kommentare!
Bisous
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