Ich habe in Leipzig lange nach einem Konditor gesucht, bei dem man leckere Kuchen oder Törtchen genießen kann,  ohne Erfolg.

Ich war wirklich verzweifelt. Überall wo ich schon war, waren die Kuchen immer schwer, klebrig, mit viel (zu viel) Buttercreme… und nicht sehr kreativ.

Und dann bekam ich einen Tipp von einem Bekannter :

„Du isst doch so gern Schokolade, kennst du noch nicht den kleinen Laden, der wie ein Grotte aussieht ? Es gibt dort einen Patissier, der wahnsinnig gutes  Schokoladeneis erstellt. Das muss du einfach probieren.“

Und schon war ich auf der Suche. Ich war schnell fündig, da der Restaurant mit der komischen Deko sehr bekannt ist.

 

Dort habe ich den Meister der Leipziger Patisserie,  Alex Honner getroffen.

Genau was ich gesucht habe.

Bei ihm findet man nicht irgendwelche Törtchen, sondern genau abgestimmte Aromen , Texturen und Kreativität in kleinen Portionen. Ob Törtchen oder Eis, dieser Zauberer der Süßigkeit weißt was gut zusammen passt. Sein Antrieb ist die Gourmandise. Er bereitet nur Desserts vor, die er gern genießen würde. (eine sehr gute Einstellung finde ich!)

Spezielle Tage für Törtchen gibt es am Sonntag und Montag, und Samstag gibt es die „Premium Desserts“ (Personalisierte Desserts Kreationen des Patissiers bis 32 Euro).  Wer will kann auch eine „Dégustation von Eis oder Desserts“ im voraus buchen.

Das wichtigste für ihn sind die Produkte. Edel, selten und geschmackvoll, er wählt seine Zutaten persönlich aus. Ob Walnüsse aus dem Périgord, Maras des bois , oder noch Valrhona Schokolade aus Frankreich, nichts ist für ihn unmöglich.

Tahiti Vanille Creme brûlée, Mousse au chocolat, Mandel-chocolat Biscuit auf Schokolade Macaron.

Zum Thema Schokolade, benutzt er nicht die herkömmliche Valrhona Schokolade, sondern die limitierte Jahrgangs-Schokolade.

Er nimmt sich die Zeit mit den Kunden zu reden um jeden Geschmack  richtig zu treffen.

Ich habe die Ehre gehabt, ein kleines Törtchen zu genießen mit Mousse au Chocolat auf Basis von frischen Kokosmilch, gefüllt mit einer Creme aus frische Kokosmilch Ananas Creme Chiboust und zwischen beide Cremes ein zartes Biscuit mit eingebackener Ananas und Kokos Stückchen.

…es war vorzüglich ! ein Traum,  die Creme brûlée war nicht zu süß , die Mousse au chocolat hatte eine leichte Haselnuss-Note…. Das müsst ihr mal probieren.

Die Törtchen sind sehr originell (mit warmer französischen Apfeltarte obendrauf), und immer serviert mit kandierten Rosenblüte, Kakaobaisers mit Pistazien und gerösteten Kakaobohnen, und Tuiles au chocolat.

So sieht ein kleiner Teller für 4 Personen aus: als Erste die Törtchen und dann …..

….. ein klein bisschen Deko und das dazu passende Eis .

die Eissorten sind  ebenfalls riesen. Es gab „Gewürzorange“ , „Veilchen Sorbet“ , „Champagne creme Sorbet“ oder noch „Rosen Creme“.  Demnächst kommen sogar „Calisson Eis“ und „Akaziensamen aus Tasmanien Eis“ dazu  (so habe ich eine Ausrede um wieder dorthin zu gehen).

Für ein solches Dessert kommen die Kunden des Nachbar-Restaurants um persönlich die Desserts-Auswahl zu betrachten und zusammen mit dem Chef individuelle Teller vor zu bereiten.

Kleiner Trick für die schönen Tuiles au chocolat mit Blätterform :

einfach eine Schablone !

Eine angenehme Begegnung mit einem kreativen Chef Chocolatier-pâtissier, der schöne Törtchen zaubert !

Alors merci beaucoup pour cet agréable aprés-midi Alex.

Ich ging  nach Hause mit der Lust wieder bald (sehr bald) zu kommen.